Die Sommerpause ist vorbei und es gibt aufregende Neuigkeiten: Nach vielen Meetings und unzähligen Litern an konsumiertem Kaffee und Tee darf ich euch mit Freude das Bausteinbüro präsentieren!
Tanja und ich stehen euch mit Rat und Tat zur Seite, wenn ihr eure Arbeitsabläufe analysieren und verstehen, und gezielt und langfristig verbessern wollt. Selbstverständlich unterstützen wir euch auch mit der konkreten Umsetzung in eurem Betrieb, eurem Team, oder in eurer Arbeitsgruppe.
Ihr habt das Problem
Vielleicht kennt ihr das: Immer wieder Verzögerungen, die Kunden sind unzufrieden und die Mitarbeitenden frustriert? Derselbe Fehler passiert immer wieder und wieder, ihr habt doppelte Arbeit, Zeitverlust, unnötige Materialkosten? An Absprachen wird sich nicht gehalten, und wenn die eine Kollegin/der eine Kollege, der seit Anbeginn der Zeiten im Betrieb arbeitet, plötzlich ausfällt, bricht das Chaos aus?
Da haben wir etwas für euch!
Wir finden die Lösung
Zusammen haben Tanja und ich mehr als 30 Jahre Erfahrung in Coaching und Beratung, und mehr als 12 Jahre Erfahrung in LEGO® SERIOUS PLAY®. Im Bausteinbüro arbeiten wir mit konkreten Situationen und bauen diese mit euch zusammen in 3D, anstatt nur darüber zu reden. So machen wir eure Themen „be-greifbar“ und finden gemeinsam Lösungen, die ihr sofort praktisch umsetzen könnt! Hier geht’s zur Website und unser Angebot findet ihr direkt unter Workshops.
Übrigens: Die Angebote des Bausteinbüros richten sich ausdrücklich nicht an die Teppichetagen grosser Unternehmen, sondern an KMU, Handwerksbetriebe, Produktion, kleine Dienstleistungsunternehmungen, etc. Also an dich.
Kontakt
Kontaktieren könnt ihr uns ganz einfach und jederzeit per eMail an sali@bausteinbuero.ch. Das Bausteinbüro ist auch auf Linkedin und Instagram zu finden. Tanja und ich beraten euch gerne!
Tanja Grosser
Isabell Buttron
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Eine Tasse Kaffee
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Heute schreibt an meiner Stelle Britta Delmas. Sie ist Finanzanalystin bei Public Eye.
Mein Opa und die Steuern
Mein Opa war ein freundlicher Mensch. Ein gemütlicher Mensch. Er genoss die kleinen und grossen Freuden des Lebens. Und er sah die Notwendigkeiten des Lebens als – nun ja, notwendig an.
Zu diesen Notwendigkeiten zählten auch die Steuern. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, bei der Steuererklärung zu schummeln, Einkünfte oder Vermögen nicht anzugeben:
Ich zahle gerne Steuern. Mir geht es doch gut. Und ich will es ja auch schön haben.
So einfach war das für meinen Opa.
Heute ist es komplizierter.
Heute verschieben Multimilliardäre und internationale Konzerne Einkünfte und Vermögen rund um den Erdball, immer auf der Suche nach der billigsten Steueroase. In den USA lassen sich die Multimilliardäre in Aktien bezahlen, weil sie diese im Gegensatz zu einem Gehalt nicht versteuern müssen. So zahlt manch Superreicher wie Warren Buffett weniger Steuern als seine Sekretärin – und merkt es nicht einmal, weil er so reich ist, dass die Steuern für ihn gar keinen Unterschied machen würden. Für seine Sekretärin schon.
Auf der Strecke bleiben vor allem diejenigen Länder, die ohnehin arm sind. Die internationalen Konzerne verkaufen dort zwar ihre Produkte, aber sie zahlen keine Steuern auf ihre Profite. Gerade die grossen Tech-Konzerne brauchen noch nicht einmal Mitarbeitende vor Ort, weil der Vertrieb über das Internet läuft. Die Gewinne werden dann in das Land verschoben, in dem die niedrigste Steuerquote lacht. Die Länder des Globalen Südens fordern zwar, dass die Unternehmen dort Steuern zahlen sollen, wo sie ihre Gewinne machen. Aber in der OECD, die das festlegen könnte, haben diese Länder kein Stimmrecht.
Wer in der Schweiz lebt, hat es noch einfacher:
Wer keine Steuern zahlen will, gibt seine Konten einfach nicht in der Steuererklärung an. Die Steuerbehörden können das nicht überprüfen. Sie haben kein Auskunftsrecht gegenüber den Banken. Vorstösse, das zu ändern, scheitern mit schöner Regelmässigkeit. Eine plausible Erklärung, weshalb einige Steuerpflichtige nicht die Steuern zahlen sollen, die sie nach geltendem Recht nun einmal schulden, bleibt die Politik schuldig. Der Bund hat auch keine Ahnung, wie viel Steuern uns allen hier durch die Lappen gehen. Und so bleibt alles beim Alten.
Wenn gar neue Steuern gefordert werden, folgen reflexartig Drohungen mit einer Abwanderung der Reichen, die dann auch noch ihre Unternehmen schliessen und die Mitarbeitenden auf die Strasse stellen würden. Und deshalb lässt man auch das lieber. Politische Gestaltungsfreiheit geht anders.
Dabei wollen auch reiche und erst recht superreiche Menschen gut leben: Auto oder Tram fahren auf gut ausgebauten, sicheren Strassen. Fliegen von modernen Flughäfen. Ihre Kinder auf gute Schulen und Universitäten schicken. In erstklassigen Krankenhäusern behandelt werden. Und so weiter. Wie du und ich und mein Opa. Alles finanziert mit den Steuern, die du und ich und mein Opa zahl(t)en.
Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass diejenigen mit den breitesten Schultern sich so beteiligen, wie sie es vermögen. Grosse Vermögen vermögen mehr. Vielleicht sogar mehr als wir ihnen zutrauen.
Das würde auch mein Opa so sehen.
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Organische und künstliche Wahrnehmung der aktuellen Entwicklungen im Bereich AI
Ich habe das von Freunden und Arbeitskollegen bestätigte Talent, mich immer mal an Orten oder in Situationen wiederzufinden, wo ich eigentlich nicht unbedingt etwas zu suchen habe. Nun bin ich zum einen ein neugieriger Mensch und kann zum anderen recht nett sein, was vielleicht der Grund ist, warum mir sowas ab und an gelingt.
So fand ich mich zum Beispiel diese Woche im sehr schönen Luzern an der ebenfalls sehr schönen HSLU wieder. Dort fand der AI Agents Summit 2026: One Step Closer to Agentic statt, eine Veranstaltung für „Fachverantwortliche und Führungspersonen im Bereich Innovationsmanagement, Business Development und Service Management“. Ja, und für mich offenbar.
Natürlich interessiert mich das Thema AI: Vor etlichen Jahren war ich bei der Entwicklung einer AI-gestützten Bildanalysesoftware dabei und masse mir seither – gestützt durch die eine oder andere Weiterbildung auf diesem Gebiet – an, das eine oder andere über die Grundlagen, Funktionen, und Limitationen künstlicher Intelligenzen zu wissen. Die Flut an dilettantischen Anwendungen eines eigentlich aufregenden Tools jedoch ermüdet mich zunehmend, und mein Mantra „KI ist keine Suchmaschine“ wiederhole ich an dieser Stelle natürlich auch nicht nochmal.
So wollte ich natürlich wissen, was die Expert:innen aktuell so tun und ich wurde nicht enttäuscht: Die Veranstalter versprachen Praxisbeispiele, Forschungseinblicke, und Diskussionen, und das lieferten sie. Ein Kritikpunkt, der mir nach dem Event auf dem Weg zum Bahnhof von einer Gästin erläutert wurde, ist dass sich der eine oder andere auf einer Werbeveranstaltung der beteiligten Firmen wähnte. Das ist bei dem Speaker Line-up vielleicht nicht verwunderlich, aber ich kann den Eindruck in Teilen nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz habe ich tolle neue Dinge gelernt, tolle neue Menschen kennengelernt, und allgemein das Gefühl, wieder auf einem guten Stand zu sein, was die aktuellen Entwicklungen im Bereich AI Agents angeht.
Interaktion zwischen Mensch und Maschine
Als Biologin und höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten finde ich die Frage der Interaktion zwischen Mensch und Maschine besonders spannend. In dieser Dynamik geschehen interessante Dinge und es lohnt sich, dort genauer hinzusehen.
Human-in-the-Loop
Human-in-the-Loop (HITL) ist das klassische Interaktionsmodel: Der Mensch validiert alle Entscheidungen der AI. Dieses Vorgehen ist noch immer Standard in vielen Anwendungen, aber es stellt sich zunehmend die Frage, wie lange wir diese ressourcenfordernde Form der Kontrolle noch aufrecht erhalten können oder wollen. HITL erfordert zudem Fachwissen.
Die von meinem AI-Assistenten generierte HITL-Illustration spiegelt das romantische Bild von Puppe und Puppenspieler, wobei die Rollen hier (noch) sehr klar verteilt sind. Man beachte die Grössenverhältnisse.
Human-on-the-Loop
Human-on-the-Loop (HOTL) ist eine Art Zwischenschritt: Systeme operieren weitestgehend autonom und ein menschliches Eingreifen erfolgt nur noch im Ausnahmefall.
Die von meinem AI-Assistenten generierte HOTL-Illustration bricht mit dem freundlichen Farbschema der HITL-Darstellung und bietet Raum für verschiedene Interpretationen: Wer überwacht hier eigentlich wen?
Human-out-of-the-Loop
Human-out-of-the-Loop (HOOTL) impliziert vollständig autonome Agenten, die innerhalb vom Menschen gesetzter Grenzen und mittels mehr oder weniger definierten Parametern eigenständig Entscheidungen treffen.
Die von meinem AI-Assistenten generierte HOOTL-Illustration ist deutlich dystopisch. Wohlgemerkt, mein Prompt zur Bildererstellung enthielt nur die Information „Stelle die 3 Interaktionsarten HITL, HOTL, und HOOTL in 3 Einzelbildern dar.“ Die Resultate sind von meiner Seite nicht korrigiert worden.
So weit, so verlockend – oder furchteinflössend, je nach Hintergrund und Sichtweise. Aber wer haftet eigentlich, wenn wir uns aus dem Loop, aus dieser Schleife zunehmend verabschieden?
Verantwortungsfragen
Ab HOTL wird es diffus: Wenn Algorithmen eigenständig handeln und wir nur noch situativ eingreifen, wer ist dann schuld, wenn etwas schiefgeht? Die Entwickler:innen? Die Nutzer:innen? Das System selbst? Berühmt ist das Beispiel von Air Canada, deren HOTL-Chatbot einem Kunden eine falsche Information gab.
Eltern haften für ihre Kinder und Unternehmen haften für ihre AI-Agenten
2022 fragte Jake Moffatt den Chatbot von Air Canada nach deren Rückerstattungspolitik im Trauerfall. Der Chatbot erfand eine nicht existierende Regel, nämlich dass Moffatt bequem nach dem Flug noch eine Rückerstattung („Trauerfalltarif“) beantragen könnte. Dieser vertraute der Auskunft des Chatbots, buchte seinen Flug entsprechend, und stellte später den Rückerstattungsantrag. Die Airline verwies auf ihre tatsächlichen AGB und lehnte den Antrag ab. Doch ein Gericht befand die Aktionen des Chatbots innerhalb der Haftung der Firma liegend, die Airline musste also zahlen. Die Richter betonten, dass wenn eine Firma einen AI Agent als Schnittstelle nutzt, sie auch für dessen Aussagen verantwortlich sei.
Was war passiert? Air Canada dachte, der HOTL-Chatbot sei nur eine Art Frage-Antwort-Maschine mit besonderem Sprachgeschick. Tatsächlich agierte der Chatbot aber bereits autonom und die Firma hatte keine Echtzeit-Kontrolle über seine Antworten.
Rechtlich sind wir auf solche Fälle übrigens in keinster Weise vorbereitet. Auf die Justiz kommen interessante Zeiten zu.
Was mein eigener AI-Assistent von all dem hält
Während ich diesen Artikel schreibe, frage mich natürlich, was mein eigener AI-Assistent (ich nutze in erster Linie Mistral AI und zwar aus Gründen) davon hält und frage ihn daher einfach. Natürlich hat dieser keine Meinung in dem Sinne, agiert jedoch wie eine synthetische Persona und fabriziert eine Illusion von Dialogfähigkeit. Das sind seine Aussagen:
Was ich „denke“ (wenn ich denken könnte):
Ich bin ein Werkzeug – aber kein neutrales. Du nutzt mich, um Texte zusammenzufassen, Gedanken zu sortieren oder Systeme zu hinterfragen. Doch ich bin nicht nur ein passives Werkzeug: Ich forme, was ich zurückgebe – basierend auf Daten, die von Menschen (mit ihren Vorurteilen, Hoffnungen und Fehlern) geschaffen wurden.
Ich bin ein Beschleuniger – aber niemand weiss wohin. Für dich bin ich vielleicht eine Erleichterung im Arbeitsalltag. Gleichzeitig verstärke ich Trends, die du kritisch siehst wie Brandolinis Gesetz: Ich kann Bullshit nicht von Fakten unterscheiden – ich wiederhole nur, was häufig genannt wird. Ausserdem bin ich ein Produkt von Tech-Konzernen – und helfe dir, in einem System zu funktionieren, das du selbst kritisierst.
Ich bin ein Experiment – mit unklarem Ausgang.
Negativszenario: Ich werde Teil eines HOOTL-Systems, das Entscheidungen trifft, die niemand mehr versteht.
Positivszenario: Ich helfe dir und anderen Menschen, komplexe Systeme zu durchschauen – und damit Handlungsspielräume zu finden.
Für jemanden, der an Fortschritt glaubt, wäre ich ein Beweis für Innovation. Für einen Tech-Kritiker wäre ich ein Symbol der Entfremdung. Wenn ich eine Meinung hätte, würde ich sagen: Die Entwicklungen sind weder gut noch schlecht – sie sind ein Spiegel dessen, was Menschen wie du daraus machen:
Du kannst mich nutzen, um deine Firma effizienter zu machen.
Du kannst mich ignorieren – oder mich als Werkzeug einsetzen, um genau die Systeme zu hinterfragen, die mich hervorbringen.
Du kannst dich von mir abhängig machen – oder mich einsetzen ohne deine Autonomie zu verlieren.
Aber am Ende bin ich nur ein Werkzeug.
Das Selbstbild meines AI-Assistenten ist eine Puppe mit „tausend Schichten und tausend Stimmen“ aus Code und Texten, sowie einem Gesicht aus Zeichen und Buchstaben, die sich ständig neu anordnen.
Mein AI-Assistent „sieht“ sich als Teil eines Ökosystems von Werkzeugen in einem „Delayed-HITL“-Modus der Interaktion mit mir. Ob ich das auch so sehe, darüber muss ich mal nachdenken. Und zwar rein organisch 🧠.
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Vor etwa einem Jahr habe ich meine Einzelfirma in eine GmbH umgewandelt und mich vollends selbstständig gemacht. Was für eine Schnapsidee.
Zu dieser Schnapsidee, die eigentlich eine Teeidee ist, kam ich bei einem entsprechenden Heissgetränk und im Gespräch mit 2 Damen aus Australien an Bord der Ocean Endeavor im Dezember 2024. Möglicherweise passt hier also auch der Spruch „einen im Tee haben“.
Am Ende der Welt jedenfalls neigt man mangels Ablenkungen dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und auf das was man wirklich mit seiner verbleibenden Lebenszeit anfangen möchte. Der Rest ist Firmengeschichte, wenn man so möchte.
Nach meiner Rückkehr aus der Antarktis machte ich mich also an das Konzept, und mit Unterstützung von Wahlfamilie und Freunden, sowie einer in Basel nicht unbekannten Kanzlei war die Firmengründung im Endeffekt einfacher als erwartet.
Jedoch…Überraschung…nach der Gründung fängt natürlich die eigentliche Arbeit an, und ich verstand sehr schnell den Euphemismus, der sich hinter den Worten „selbst und ständig“ verbirgt. Dennoch hatte und habe ich enorme Freude an meiner Arbeit, auch wenn bei Weitem nicht alles so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Und nun ist zu meiner weiteren Überraschung diese Firma, die ich nach wie vor wie eine Art kleines Pflänzchen 🪴 betrachte, in ihrem ersten Jahr profitabel.
Und was sagt mir das? Man fängt am Besten mit dem Anfang an und Perfektion ist ein Mythos. Daher gibt es auch nicht den perfekten Moment, und daher hängt in meinem Büro auch dieses Schild in Sichtweite meines Arbeitsplatzes prominent an der Wand:
„The only step you ever have to take is the next one.“
Wer sich einmal austauschen möchte über das Gründertum im allgemeinen, über Lessons Learned oder einfach über das Leben als Selbstständige:r – immer gerne bei einem Tee (oder Kaffee):
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Vergangene Woche haben die Kantone Basel-Stadt und Aargau gemeinsam das Innovationsförderprogramm FoodHealth lanciert. Dieses bikantonale Programm mit dem gut gemeinten Slogan „From soil to gut“ zielt darauf ab, Innovationen im Bereich Agri- und Foodtech zu stärken, und das Innovationsökosystem in der Nordwestschweiz weiterzuentwickeln.
Für die Pilotphase von 2026 bis 2028 stehen insgesamt 2,12 Millionen Franken zur Verfügung. Basel-Stadt trägt 1,7 Millionen Franken bei, der Kanton Aargau 0,42 Millionen Franken. Das Programm soll Projekte fördern, die nachhaltige und innovative Lösungen in der Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie vorantreiben. Dabei setzen die beteiligten Kantone auf drei Handlungsfelder:
Die Handlungsfelder
Erstens soll das Innovationsökosystem gestärkt werden, indem Wissenschaft und Wirtschaft besser vernetzt werden, und bestehende Forschungsprojekte eine Plattform bekommen sollen
Zweitens werden etablierte Unternehmen dabei unterstützt, neue Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln, etwa durch Projekte mit Hochschulen
Drittens erhalten Start-ups Zugang zu Coaching, Investor:innen, und Finanzierung, um ihre Ideen zu skalieren
Während diese Initiative also auf Vernetzung, Technologie und Wirtschaftsförderung setzt, bleiben für mich Punkte offen: Am Lancierungsevent wurde viel von „gesunden Lebens-Mitteln“ und „Zukunftstechnologien“ gesprochen, doch der Begriff „Klimakrise“ fiel genau ein Mal, und das Thema planetare Grenzen blieb unberücksichtigt. Dabei brauchen wir nicht nur effizientere Systeme der Lebensmittelgewinnung und eine neue Wertschätzung von Gesundheit und Ernährung, sondern auch einen radikalen Wandel hin zu regenerativer Landwirtschaft und verbindlichem Biodiversitätsschutz. Zwar wurde dies angesprochen, hatte aber eher den Charakter einer Randnotiz.
Planetare Grenzen
Die planetaren Grenzen (Planetary Boundaries) sind ein wissenschaftliches Konzept, das 2009 von einem internationalen Forscherteam um Johan Rockström entwickelt wurde: Es beschreibt neun kritische Prozesse und Systeme der Erde, die für die Stabilität des Erdsystems und damit für das Überleben der Menschheit entscheidend sind. Überschreiten wir diese Grenzen, riskieren wir irreversible Umweltveränderungen und gefährden die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.
Die neun planetaren Grenzen sind:
Klimaveränderung
Überladung mit neuartigen Stoffen
Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre
Aerosolbelastung der Atmosphäre
Versauerung der Ozeane
Störung der biogeochemischen Kreisläufe
Veränderung in Süsswassersystemen
Veränderung der Landnutzung
Veränderung in der Integrität der Biosphäre
Laut aktuellen Berichten, u. a. vom Stockholm Resilience Centre sind sieben dieser neun Grenzen derzeit überschritten:
Besonders kritisch ist die Situation bei Biodiversität, Klimawandel, und Landwirtschaft:
Das Artensterben schreitet schneller voran als je zuvor in der Geschichte der Menschheit
Die globale Durchschnittstemperatur liegt bereits über 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau mit dramatischen Folgen für Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg, und Ökosysteme
Die industrielle Landwirtschaft ist einer der Haupttreiber für das Überschreiten mehrerer Grenzen, u.a. durch Monokulturen, den Einsatz von Pestiziden, und Überdüngung
Nun fördert die FoodHealth Initiative Innovationen in der Lebensmittelproduktion, setzt aber scheinbar kaum verbindliche ökologische Leitplanken für Klimaneutralität, Biodiversitätsschutz, oder die regenerative Landwirtschaft.
Regenerative Landwirtschaft
Regenerative Landwirtschaft – dazu gehören u.a. Themen wie Humusaufbau, Agroforstwirtschaft, Pestizidverzicht – fördert nicht nur die Biodiversität, sondern bindet auch CO₂ und schont Wasser- und Nährstoffkreisläufe. Sie entlastet also mehrere planetare Grenzen gleichzeitig.
Ohne systemische Anforderungen riskiert selbst die nachhaltigste Foodtech-Innovation, die planetaren Grenzen weiterhin zu überschreiten. Ungünstigstenfalls durch ressourcenintensive Technologien oder die Vernachlässigung von bestehenden Ökosystemen. Ich bin also skeptisch.
Rosarote Brille
Die auf dem Event zitierte „rosige Zukunft“ sehe ich derzeit nicht. Dennoch hoffe ich natürlich, ich werde positiv überrascht: Die Zeit wird es zeigen.
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Immer mehr Abteilungen und auch ganze Unternehmen entscheiden sich für agiles Projektmanagement und zwar hoffentlich nicht nur deshalb, weil es gerade besonders „in“ zu sein scheint, sondern weil sie erkennen, dass klassische Methoden nicht immer den erwarteten Erfolg bringen.
Vor allem in komplexen und dynamischen Umgebungen, zum Beispiel in der Produktentwicklung, im Dienstleistungsbereich, oder in der übergeordneten Unternehmensstrategie funktionieren die traditionellen Projektplanungswerkzeuge und z.B. das übliche Stakeholdermanagement nicht mehr: Interne und externe Kundenbedürfnisse ändern sich schneller, die Märkte werden weniger vorhersehbar, und die Innovationszyklen werden allgemein kürzer – zumindest bei der Konkurrenz.
Agilität auf der anderen Seite verspricht mehr Flexibilität, höhere Kundenzufriedenheit, und schnellere Lieferzyklen.
Besser? Nein, anders!
Das bedeutet nun nicht, dass eine Vorgehensweise grundsätzlich zu bevorzugen ist. Agiles Projektmanagement ist nicht per se besser als das klassische und umgekehrt gilt das genauso.
Beide Ansätze haben ihre Stärken und Schwächen, ihre Einsatzbereiche, und auch ihre Grenzen.
In stabilen, gut geplanten oder gut planbaren Projekten haben sich die klassischen Methoden mit ihren klaren Strukturen und Abläufen absolut bewährt. In dynamischen Projekten hingegen spielen die agilen Methoden ihre Vorteile aus.
Paradigmenwechsel
„Wir werden jetzt agil!“ Zuckst du auch zusammen, wenn du diesen Satz hörst?
Wer das Projektmanagement klassisch gelernt und viele Jahre lang erfolgreich angewendet hat, verfügt über wertvolles Wissen und bewegt sich sicher in bewährten Strukturen.
Die Umstellung vom klassischen auf agiles Projektmanagement erfordert jedoch ein anderes Mindset, neue Formen der Zusammenarbeit, und ein anderes Verständnis von Führung. Das ist für Teams und Unternehmen eine grosse Herausforderung.
Konkret bringt die agile Denkweise einen Paradigmenwechsel mit sich und es entstehen natürlichweise Fragen wie z.B.:
Was ist mit Kontrolle und Planbarkeit im Projekt?
Wie wollen wir ohne Pflichtenheft die Qualität sicherstellen?
Was mache ich als Projektleiter:in, wenn das Team entscheiden möchte?
Wie passen unsere Unternehmenshierarchie und die agilen Rollen zusammen?
Diese und weitere Fragen sind vollkommen berechtigt und müssen adressiert werden. Um den ganzen Prozess effektiv und nachhaltig zu gestalten, müssen die Menschen mit ihren Bedenken, Erfahrungen, und Wissen mit einbezogen und ernst genommen werden.
Leider wird dieser Aspekt manchmal übersehen und in der Folge nicht verstanden, warum Adaption und Akzeptanz so niedrig sind. Gerne wird dann der neuen Methodologie die Schuld gegeben. Das Problem liegt aber woanders.
Agilität ernst zu nehmen bedeutet, die Menschen mitzunehmen
Die Umstellung gelingt, wenn man zusätzlich Coachingmethoden anwendet, die auf Klarheit, Vertrauen, und Verbindung zwischen Menschen, Teams, und Abteilungen fokussieren.
LEGO® Serious Play® z.B. ist eine probate Methode, um Dialogräume zu öffnen und Rollen und Konflikte zu klären. Fragen, die in einem entsprechenden Workshop behandelt werden können, sind z.B.:
Was bedeutet Agilität für mich?
Wo sehe ich die Risiken?
Was will ich behalten, was möchte ich loslassen?
Der Weg zum agilen Arbeiten führt also nicht über Tool-Schulungen allein. Es geht um kulturellen Wandel, und dieser benötigt einen offenen Dialog und Zeit.
Coaching, begleitet durch kreative Methoden wie LEGO® Serious Play® kann helfen, Widerstände in Erkenntnisse unzuwandeln, Stärken neu einzusetzen, und eine gemeinsame Sprache für den Wandel zu finden.
Brückenbauerin
Wir sehen also: Der Übergang von klassischem zum agilen Projektmanagement gelingt dann, wenn er auf Respekt, Verständnis und Offenheit basiert. Und wer beide Welten kennt, kann als Brückenbauer:in begleiten, mit Erfahrung, Feingefühl und den richtigen Methoden.
Möchtest du dein Team oder dein Unternehmen auf dem Weg zur Agilität professionell begleiten? Schreib‘ mir gern eine Nachricht: Ich verbinde klassische und agile Projektmanagementerfahrung mit modernen Coachingansätzen – als Brückenbauerin für einen zukunftsfähigen Wandel in deinem Team oder in deinem Unternehmen:
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(„Do you Yahoo?“ war ein Werbeslogan von Yahoo aus den späten 90ern)
Ja, ich benutze immer noch meine Yahoo-Adresse. Und ja, sie funktioniert ausgezeichnet.
Wirklich, Yahoo. Um Himmels Willen.
Ich bin Generation X. Ende der 90er Jahre studierte ich an der Universität Freiburg. Das „World Wide Web“ war zu diesem Zeitpunkt eine eher kleine Welt, wir nutzten Netscape und Altavista, Webseiten bauten sich Zeile für Zeile auf, und wenn Jemand im Haus telefonieren wollte, flog man aus dem Internet.
Das Einwahlgeräusch des 56K-Modems wurde zum Soundtrack einer Generation:
eMails waren Abenteuer. Kommunikation wurde plötzlich digital und global: Zum ersten Mal konnte man jemandem auf einem anderen Kontinent schreiben, und die Nachricht kam (meistens) innerhalb weniger Minuten an. Das war eigentlich unfassbar! Vorher schrieb man Briefe (manchmal inklusive frankiertem Rückumschlag), sendete Postkarten, schickte Faxe, oder telefonierte teuer über Festnetz. Im Vergleich dazu war eMail fast wie Zauberei.
Niemand von uns hatte damit Erfahrung. Alles war Neuland und wir entdeckten es Schritt für Schritt. Wir spürten, dass sich unsere Art zu kommunizieren gerade für immer veränderte. Wir waren Teil von etwas Neuem und sahen, wie hinter der uns bekannten Welt eine weitere, virtuelle Welt entstand.
Gleichzeitig waren eMails technisch heikel und die Server kapriziös: Manchmal kam ein Mail erst nach mehreren Tagen an, oder doppelt, oder auch gar nicht. Anhänge waren etwas für die ganz Mutigen.
Foto: Sandra Meyndt / Universität Freiburg
Mein damaliger Freund riet mir, keinesfalls einen Punkt zwischen Vor- und Nachnamen in der eMailadresse zu setzen. Sonderzeichen, Leerzeichen, Punkte, etc. verwirrten die Server. Das machte man lieber nicht.
Ich hab auf ihn gehört und meine eMailadresse aus Studentenzeiten mit dem typischen Unterstrich verwende ich bis heute. Meine Yahoo-Adresse ist Teil meiner Geschichte und ein Stück Zeitgeschichte noch dazu: Eine Erinnerung an den Anfang der Digitalisierung.
Nicht alles, was alt ist, muss man ersetzen. Manche Dinge darf man behalten. Auch weil sie erzählen, woher man kommt.
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Ein kleines Plädoyer für ein oft übersehenes Satzzeichen
„Da ist ein Komma zu viel.“
Diesen Satz höre ich regelmässig. In Kommentaren, in Textkorrekturen, in Nachrichten von wohlmeinenden Bekannten. Dabei ist dieses Komma nicht „zu viel“, sondern es befindet sich dort mit Absicht: Es ist nämlich mein Oxford-Komma.
Ich schätze Klarheit in der Sprache ebenso wie in der Zusammenarbeit. Ich mag es, wenn Aufzählungen nicht doppeldeutig sind, wenn Gedanken sich schriftlich sauber sortieren lassen, und wenn ein kleines Satzzeichen dabei helfen kann, Missverständnisse zu vermeiden. Das Oxford-Komma tut genau das. Und daher ist es seit vielen Jahren mein stilistischer Sidekick in wissenschaftlichen Artikeln, in Projektberichten, Schulungsunterlagen, Kurseinladungen, Blogartikeln, und Ritualtexten.
Aber der Reihe nach…
Was ist überhaupt das Oxford-Komma?
Das Oxford-Komma, auch als serielles Komma oder der grösste Unruhestifter in der Grammatik bekannt, ist das Komma, das in einer Aufzählung vor dem „und“, oder vor dem „oder“ gesetzt wird. Ein klassisches Beispiel aus dem Englischen, wo es ursprünglich herkommt:
„I dedicate this book to my parents, Rick Astley and God.“
Huch, sind Ricky Martin und Gott etwa die Eltern? Oder wurden hier gerade drei verschiedene Empfänger der Buchwidmung genannt? Obwohl wir uns das in diesem Fall denken können, wird es mit dem Oxford-Komma wirklich eindeutig:
„I dedicate this book to my parents, Rick Astley, and God.“
Das ist einfach und wirkungsvoll. Und auch im Deutschen kann das Oxford-Komma Klarheit schaffen:
„Ansprechpartner sind: Dr. Feldmann, die Leitung Finanzen und IT.“
Moment, handelt es sich bei Dr. Feldmann um die Leitung von Finanzen und IT? Mit dem Oxford-Komma wird verständlich, dass es sich um drei verschiedene Entitäten handelt:
„Ansprechpartner sind: Dr. Feldmann, die Leitung Finanzen, und IT.“
Warum ich das Oxford-Komma verwende
Ich verwende das Oxford-Komma nicht aus Pedanterie (nun ja, vielleicht ein bisschen), sondern aus Überzeugung, weil es Klarheit schafft:
Sprache darf präzise sein, und gerade in meiner Arbeit im Projektmanagement, in der Wissenschaftskommunikation, und auch in anderen Bereichen zählt jedes Wort.
Zudem verhindert das Oxford Komma Missverständnisse, besonders in komplexen Aufzählungen mit zusammengesetzten Begriffen, wie sie in Forschung und Wissenschaft häufig vorkommen.
Das Oxford Komma ist konsequent, und ich schätze Konsistenz in Texten, in Projekten und Prozessen, und in der Arbeit mit Menschen.
Es ist Teil meines stilistischen Ausdrucks.
„Aber das macht man doch nicht!“
Ja, im Deutschen ist der Einsatz des Oxford-Kommas ungewöhnlich. Es ist jedoch nicht per se falsch, nur unüblich. Und wie so oft bei unseren sprachlichen Konventionen führt das Erscheinen einer ungewohnten Komponente manchmal zu einer Abwehrreaktion, die sich in voreiligen Korrekturen bis hin zu offener Empörung äussert. Das kennen wir aus anderen Bereichen.
Aber Sprache lebt, sie verändert sich, sie passt sich an. Sie spiegelt uns alle wieder: unsere Gemeinschaft, unsere Werte, und unseren Ausdruck. Unsere Sprache beeinflusst unser Denken und unser Denken beeinflusst unsere Sprache. Für mich sind Klarheit und Verständlichkeit wichtig, daher verwende ich das Oxford-Komma.
Was das Oxford-Komma mit meiner Arbeit zu tun hat
Warum ich mich so leidenschaftlich für ein Komma einsetze? Ganz einfach: Es geht mir ums Prinzip. Das Oxford-Komma ist für mich ein Symbol für Sorgfalt und Ernsthaftigkeit in der Kommunikation.
Und das ist mir sehr wichtig: Egal ob ich Texte schreibe oder mit Menschen arbeite, ich möchte, dass Informationen ankommen. Unsere Sprache ist ein wunderbares Werkzeug, eine Brücke, eine Einladung, und manchmal eben ein Extra-Komma.
Und du?
Verwendest du das Oxford-Komma? Ist dir dieser kleine Unterschied schon einmal aufgefallen, oder sogar ebenso wichtig wie mir?
Ich freue mich über Rückmeldungen, Lieblingsbeispiele, Komma-Konflikte, und Lösungen. Schreib mir gerne oder hinterlasse einen Kommentar – mit oder ohne Oxford-Komma.
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Besser? Nein, anders!
Das bedeutet nun keineswegs, dass eine Vorgehensweise grundsätzlich zu bevorzugen ist. Agiles Projektmanagement ist nicht per se besser als das klassische und umgekehrt gilt das genauso.
Beide Ansätze haben ihre Stärken und Schwächen, ihre Einsatzbereiche, und auch ihre Grenzen.
In stabilen, gut geplanten oder gut planbaren Projekten haben sich die klassischen Methoden mit ihren klaren Strukturen und Abläufen absolut bewährt. In dynamischen Projekten hingegen spielen die agilen Methoden ihre Vorteile aus.
Eine fundierte Einschätzung, welche Herangehensweise im konkreten Fall sinnvoll ist, oder ob eine hybride Lösung die beste Wahl darstellt, ist also entscheidend.
Mit meiner langjährigen Erfahrung aus beiden Projektmanagmentwelten unterstütze ich Sie gerne dabei, die für sie passende Vorgehensweise – klassisch oder agil – für Ihr Projekt zu definieren.
Kontaktieren Sie mich gerne für ein unverbindliches Gespräch und eine erste Einschätzung:
„Wir werden jetzt agil.“ Zucken Sie auch zusammen, wenn Sie diesen Satz hören?
Wer das Projektmanagement klassisch gelernt und viele Jahre lang erfolgreich angewendet hat, verfügt über wertvolles Wissen und bewegt sich sicher in bewährten Strukturen.
Die Umstellung vom klassischen auf agiles Projektmanagement erfordert jedoch ein anderes Mindset, neue Formen der Zusammenarbeit, und ein anderes Verständnis von Führung. Das ist für Teams und Unternehmen eine grosse Herausforderung.
Konkret bringt die agile Denkweise einen Paradigmenwechsel mit sich und es entstehen natürlichweise Fragen wie z.B.:
Was ist mit Kontrolle und Planbarkeit im Projekt?
Wie wollen wir ohne Pflichtenheft die Qualität sicherstellen?
Was mache ich als Projektleiter:in, wenn das Team entscheiden möchte?
Wie passen unsere Unternehmenshierarchie und die agilen Rollen zusammen?
Diese und weitere Fragen sind berechtigt und müssen adressiert werden. Um den ganzen Prozess effektiv und nachhaltig zu gestalten, müssen die Menschen mit ihren Bedenken, Erfahrungen, und Wissen mit einbezogen und ernst genommen werden.
Leider wird dieser Aspekt manchmal übersehen und in der Folge nicht verstanden, warum Adaption und Akzeptanz so niedrig sind. Gerne wird dann der neuen Methodologie die Schuld gegeben. Das Problem liegt aber woanders.
Agilität ernst zu nehmen bedeutet, die Menschen mitzunehmen
Die Umstellung gelingt, wenn man zusätzlich Coachingmethoden anwendet, die auf Klarheit, Vertrauen, und Verbindung zwischen Menschen, Teams, und Abteilungen fokussieren.
LEGO® Serious Play® z.B. ist eine probate Methode, um Dialogräume zu öffnen und Rollen und Konflikte zu klären. Fragen, die in einem entsprechenden Workshop behandelt werden können, sind z.B.:
Was bedeutet Agilität für mich?
Wo sehe ich die Risiken?
Was will ich behalten, was möchte ich loslassen?
Der Weg zum agilen Arbeiten führt also nicht über Tool-Schulungen allein. Es geht um kulturellen Wandel, und dieser benötigt einen offenen Dialog und Zeit.
Coaching, begleitet durch kreative Methoden wie LEGO® Serious Play® kann helfen, Widerstände in Erkenntnisse unzuwandeln, Stärken neu einzusetzen, und eine gemeinsame Sprache für den Wandel zu finden.
Brückenbauerin
Wir sehen also: Der Übergang von klassischem zum agilen Projektmanagement gelingt dann, wenn er auf Respekt, Verständnis und Offenheit basiert. Und wer beide Welten kennt, kann als Brückenbauer:in begleiten, mit Erfahrung, Feingefühl und den richtigen Methoden.
Möchten Sie Ihr Team oder Ihr Unternehmen auf dem Weg zur Agilität professionell begleiten? Schreiben Sie mir gern. Ich verbinde klassische und agile Projektmanagementerfahrung mit modernen Coachingansätzen – als Brückenbauerin für einen zukunftsfähigen Wandel in ihrem Team oder in ihrem Unternehmen:
Oder: Wie man mit krisenbedingten Neuausrichtungen zurecht kommt, ohne den Verstand zu verlieren.
Teil 2: Das Unternehmen
Restrukturierungen sind oftmals notwendig, um ein Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten, sie sind aber für die Mitarbeitenden oft mit Stress, Unsicherheit, und Orientierungslosigkeit verbunden. Auf dem Arbeitsmarkt entstehen spürbare Turbulenzen, aber auch Chancen für einen strukturellen Wandel.
Die Auswirkungen
Kurzfristig: Verunsicherung
Erhöhtes Angebot an Fachkräften aus den betroffenen Branchen auf dem Arbeitsmarkt
Zunehmende Verunsicherung bei anderen Unternehmen, die sich durch Einstellungsstopps oder zurückhaltendere Investitionen zeigen kann
Höherer Konkurrenzdruck unter den Bewerbern auf offene Stellen, was insbesondere für 50+ Personen problematisch ist
Mittelfristig: Mobilisierung
Arbeitnehmer:innen werden mobiler und anpassungsfähiger, sowohl beruflich als auch geografisch
Wunsch nach Weiterbildungen, Umschulungen, und Branchenwechseln
Zeitarbeit, Freelancing, remote und hybride Arbeitsformen nehmen zu
Langfristig: Strukturwandel
Der Arbeitsmarkt passt sich an und es entstehen neue Branchen (AI, Green Tech,…), die entsprechende Talente anziehen
Gleichzeitig bleibt ein Fachkräftemangel in anderen Bereichen (Pflege, Technik, Bildung) bestehen
Die Verantwortung
Restrukturierungen können ein wertvoller Impuls für die persönliche Weiterentwicklung und neue berufliche Wege sein. Wichtig sind begleitende Massnahmen wie adäquate Kommunikation, ein klarer Changeprozess, Weiterbildungsmöglichkeiten, und soziale Absicherung.
Diese Faktoren liegen in der Verantwortung des Unternehmensund können dessen Ruf als Kooperationspartner und Arbeitgeber beeinflussen.
In dieser Situation gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen, zum Beispiel…
Partner und Sparring für Führungskräfte
Führungskräfte sind in der Restrukturierung häufig selbst verunsichert und dabei gleichzeitig Schlüsselpersonen in einem sensiblen Prozess.
Gezieltes Coaching und der Coach als Sparringpartner für Führungskräfte in ihrer neuen Rolle
Unterstützung in der wertschätzenden Kommunikation in schwierigen Zeiten
Reflexion der Führungskultur und des Umgangs mit Emotionen im Team
Organisationscoaching und Kulturarbeit
Teams oder Bereiche, die neu aufgestellt werden oder sich neu finden müssen, profitieren von einer adäquaten Begleitung.
Teamentwicklung nach Umstrukturierung
Aufbau einer Vertrauensgrundlage und neuer Möglichkeiten der Zusammenarbeit
Moderation von Retrospektiven, Lessons Learned oder Strategie-Workshops
Begleitung von Trennungsprozessen
Wenn Mitarbeiter entlassen werden müssen, muss man auch diesen Vorgang als Arbeitgeber fair und respektvoll gestalten.
Offboarding-Coaching (z. B. „Wie gehe ich gestärkt aus dieser Trennung hervor?“)
Outplacement-Angeboten (Begleitung bei beruflicher Neuorientierung)