Heute gibt es statt vieler Worte eine kleine Begriffsklärung zum Thema „neurotypisch“, „neurodivers“, und „neurodivergent“
Die Frage, was eigentlich „normal“ sein soll, beschäftigt in einer Welt wie der unseren zu Recht viele Menschen. Im Bereich der Psychologie spricht man daher auch nicht von „normal“, sondern von „neurotypisch“. Ergänzend dazu sind die Begriffe „neurodivergent“ und „neurodivers“ im Umlauf. Es lohnt sich, sich einmal damit auseinanderzusetzen, und diese Grafik gibt meines Erachtens einen ersten, nützlichen Anhaltspunkt für die Verwendung der Begrifflichkeiten:
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Heute schreibt an meiner Stelle Nancy Gerits. Sie ist Expertin für Atem- und Körperarbeit, zertifiziert in Rapid Transformational Therapy (RTT), und die Gründerin von Flow to Center.
Where is my body?
Most of us spend the largest amount of time living from the neck upwards. We think, analyse, plan, perform, and repeat this process over and over again, often without breaks. No wonder stress, disconnection and overwhelm present as the most common complaints of modern-day professionals.
It is often only when our cognitive functions start to affect our efficiency that we begin to ask what could possibly be wrong with my body?
By that time point though, the body has seen battle for way too long, and a myriad of alarm signals went unnoticed or ignored. This is the point at which most people seek out help and end up in my practice.
At first, clients are often not aware of how they breathe, how they carry themselves, or what it feels like to finally let their shoulders relax. It takes a couple of questions and suggestions to help them become curious about their bodies: discriminating the different sensations and signals in the body is a first step towards understanding the language of our body.
In sessions like these, you’ll notice that over time, through gentle touch, attuned breathwork and deeper bodywork, you begin to recognize patterns and notice what helps you feel more grounded, present and at peace within yourself. The simple tools and practices you discover in this way help you navigate the demands of the world around you, while now, staying more connected with yourself.
Our approach respects the individual pace and boundaries of each body, while it is being held in presence. You feel safe to explore with curiosity what your body communicates to you and in that way you develop a greater sense of agency and competence in your life.
Depending on the level of relief you are looking for, I offer three modalities: a flowing full-body massage for rapid relief and relaxation, deeper bodywork to let go of long-held tensions in the body, and a pattern shift modality to help you break through unhealthy habits.
Curious? I’d be delighted to have a chat with you about what you need most:
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Im Aargau, am historischen Stern von Laufenburg, soll der weltweit grösste Batteriespeicher entstehen. Ein Projekt, das gleichzeitig als „Jahrhundertchance“ (FlexBase) und „falsche Technologiewahl“ (ETH) bezeichnet wird.
Während die einen in der Redox-Flow-Batterie die Lösung für die Energiewende sehen, warnen andere vor hohem Risiko und unklarer Rentabilität. Schauen wir uns das also einmal an…
Projektziel
Der neue Batteriespeicher in Laufenburg soll dabei helfen, das europäische Stromnetz stabil zu halten. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne liefern manchmal unregelmässig Strom. Das liegt in der Natur der Sache, ist aber einer der Faktoren, die sich problematisch auf die Netzstabilität auswirken können. Wird auf einmal sehr viel oder sehr wenig Strom ins Netz eingespeist, kann das Stromnetz im schlimmsten Fall sogar zusammenbrechen. Ein Batteriespeicher reagiert innerhalb von Millisekunden und kann diese Schwankungen ausgleichen und damit das Netz schützen.
Der vorgesehene Standort Laufenburg ist kein Zufall, denn hier laufen die Stromnetze Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz zusammen. Das ist also ein idealer Ort für ein Projekt, das die Stabilität des europäischen Stromnetzes sichern soll. Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, will mit dem Technologiezentrum aber nicht nur die Energiewende vorantreiben, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken.
Technologie
Die Anlage setzt auf die Redox-Flow-Technologie. Sie speichert elektrische Energie in Form von chemischen Verbindungen, die in einem Lösungsmittel in flüssiger Form vorliegen. Die Elektrolyte zirkulieren in zwei getrennten Kreisläufen und bleiben auch in der Reaktionszelle durch eine Membran voneinander getrennt. An dieser Membran findet ein Ionenaustausch statt. Dadurch werden die Elektrolyte chemisch reduziert bzw. oxidiert, und die elektrische Energie wird wieder frei.
Schema einer Redox-Flow-Batterie
Die an der Membran ablaufenden Redox-Reaktionen werden durch die Farbverläufe angedeutet. Die Elektrolytlösungen werden in Tanks gespeichert, die deutlich grösser sein können als die eigentliche elektrochemische Zelle, in der die Reaktion stattfindet.
Die Befürworter sehen die Redox-Flow-Technologie als sicher, skalierbar, und nachhaltig an:
Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien sind Redox-Flow-Batterien nicht brennbar und nicht explosiv.
Kapazität und Leistung lassen sich unabhängig voneinander skalieren, das macht Redox-Flow-Batterien ideal für Grossprojekte.
Redox-Flow-Batterien haben eine Lebensdauer von Jahrzehnten und können Tausende von Lade- und Entladezyklen erreichen, ohne an Kapazität zu verlieren.
Doch nicht alle teilen diesen Optimismus. Eine ETH-Studie von 2025 mutmasst, dass sich die Redox-Flow-Technologie nicht durchsetzen wird:
Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien erfordern Redox-Flow-Batterien höhere Investitionen pro kWh: Das Projekt in Laufenburg kostet über eine Milliarde (!) Franken.
Die geringe Energiedichte erfordert grosse Tanks und damit viel Fläche. Platz ist eine begrenzte Ressource.
Die Studie prognostiziert, dass Lithium-Ionen-Batterien mit verbesserten Sicherheitsstandards den Markt zukünftig dominieren werden.
Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz
Der Bau hat bereits begonnen und FlexBase geht davon aus, dass der Batteriespeicher termingerecht 2028 in Betrieb genommen werden kann. Das dazugehörige Technologiezentrum soll 2029 folgen. Das Projekt soll über 300 neue Arbeitsplätze schaffen und die lokale Wirtschaft beleben. Die FlexBase Group investiert einen Milliardenbetrag, von dem die Stadt Laufenburg und der Kanton Aargau durch Steuereinnahmen profitieren sollen.
Der fertig gestellte Batteriespeicher soll als „Energiebank“ fungieren: Strom wird gespeichert und bei Bedarf, z.B. zu Spitzenlastzeiten, mit Gewinn wieder verkauft. Unternehmen können Kapazitäten mieten, um ihre Versorgungssicherheit zu erhöhen. Zudem soll die Abwärme des angrenzenden KI-Rechenzentrums allein in Laufenburg 75.000 Tonnen CO₂ in 30 Jahren einsparen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung.
Das Projekt in Laufenburg wird bereits jetzt als „Jahrhundertprojekt“ bezeichnet und die Genehmigung des 800-MW-Netzanschlusses durch Swissgrid ist ein deutliches Signal in dieser Richtung. Die Gemeinde Laufenburg und der Kanton Aargau unterstützen das Vorhaben aktiv, u. a. durch schnelle Genehmigungen wie z. B. der Erhöhung der Bauhöhe auf 30 Meter.
Skeptische Stimmen sehen Verzögerungen jedoch bereits vorprogrammiert, angesichts der Komplexität des Projekts und möglicher Einsprachen: Anwohner kritisieren die geplante Bauhöhe, und befürchten Lärm- und Umweltbelastungen.
Die enorme Investitionssumme und die Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen werden zusätzlich als Risiko gesehen – insbesondere, da FlexBase keine Namen von Investoren nennt. Es gibt nur Hinweise auf „namhafte Partner“ aus der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein. Das wirkt intransparent und führt zu Spekulationen über die tatsächliche Finanzierungssicherheit. Kritiker betonen, dass derartige Speichersystem oft nur mit staatlichen Subventionen oder durch Sonderregelungen rentabel sind.
Dennoch überwiegt momentan die Unterstützung, da das Projekt als grosse Chance für die Region gesehen wird.
Fazit
Der Batteriespeicher von Laufenburg gilt als kontrovers diskutiertes Leuchtturmprojekt:
Technisch setzt das Projekt auf eine sichere, aber auch umstrittene Technologie
Wirtschaftlich ist die Rentabilität abhängig von den zukünftigen Marktbedingungen und wohl auch von Subventionen
Politisch wird es derzeit gleichzeitig gefeiert und kritisiert
Die schiere Grösse (1,6 GWh) macht das Projekt zu einem Symbol und es wird entweder als Vorbild für die Energiewende oder als teures Experiment in die Geschichte eingehen. Es polarisiert – und vielleicht ist das auch gut so, denn so entsteht auch eine Diskussion über die Zukunft unserer Energieversorgung.
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Dieser Blogpost befasst sich mit den aktuellen Entwicklungen auf LinkedIn. Wenn dich diese Plattform nicht interessiert, kannst du diesen Artikel beruhigt auslassen. Schau‘ dir stattdessen doch vielleicht das hier an.
Letzte Woche bekam ich auf LinkedIn eine Kontaktanfrage. Das kommt vor. Mehr als 10 gemeinsame Kontakte, das Profil sah OK aus, also warum nicht? Weniger als eine Stunde später erhielt ich eine Nachricht, die begann mit den Worten:
Sehr geehrte Frau Buttron, ich freue mich sehr, dass wir über LinkedIn in Kontakt stehen. Da wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben, dachte ich mir mal meinen individuellen Post mit mehr Insights zu meinem neuen Buch Ihnen zu senden.
Dann folgte ein langer Text von rund 500 Wörtern (eine sportliche Erstkontaktlänge) mit dem Inhalt „Hallo, kauf mein Buch, es ist toll, empfehle es weiter“ in 10 Worten in a nutshell.
Ein Buch über Leadership, Change, Unternehmenskultur, Mitarbeiterzufriedenheit, Management, Budgetierung, Teamrollen, Nachhaltigkeit, Innovation, Betriebsratsverhandlungen, Abfindungen, und ungefähr allem weiteren, was man im modernen Unternehmensleben irgendwie unterbringen könnte. Wie ein All-You-Can-Eat-Buffet für’s Business oder ein älteres Buzzword-Bingo.
Ich erhielt die Links zu beiden Sprachversionen des Buches inklusive ISBNs, eine ausführliche Inhaltsübersicht und natürlich die Information, wo das Buch überall erhältlich sei. Und ganz am Ende stand noch:
Ich freue mich sehr über eine Weiterempfehlung und insbesondere Ihren Kommentar im Anschluss.
Offenbar hatte ich nicht gerade einen neuen LinkedIn-Kontakt gewonnen, sondern ich war in einen Marketing-Funnel geraten.
Instrumentalisierung der Vernetzung
Unsere „vielen Gemeinsamkeiten“ bestanden im Fall darin, dass wir beide LinkedIn benutzen. Die Individualität dieses „individuellen Post“ ermüdete sich im Einsatz meines Namens in der Anrede.
Da wollte Jemand nicht netzwerken, sondern mir etwas verkaufen. Beziehungsweise, mir nicht nur etwas verkaufen, sondern durch mich gleich noch kostenlos Reichweite produzieren lassen. Man muss mich nicht besonders gut kennen, um zu erahnen, was ich von dieser Behauptung von persönlicher Beziehung bei gleichzeitig maximal unpersönlicher Kommunikation halte.
Und ja, natürlich darf man auf LinkedIn Bücher verkaufen, Dienstleistungen, Coachings, Beratungen, Workshops, Software, etc. Wenn jemand sagt: „Ich biete Stressmanagement für Führungskräfte an. Falls das für dich oder deine Kunden interessant ist, erzähle ich dir gerne mehr darüber.“ Fein, vollkommen OK. Dann kann ich entscheiden, was ich möchte. Wenn daraus dann irgendwann ein handfestes Geschäft entsteht, ist das grossartig. Aber wenn die persönliche Kontaktaufnahme lediglich die Verpackung für den Verkaufspitch ist, dann habe ich damit ein Problem.
Direktmarketing mit sozialem Anstrich
Nicht immer kommt dieser Verkaufspitch ganz so unverblümt daher wie im obigen Beispiel. Unlängst wurde mir im Erstkontakt eine scheinbar harmlose Frage gestellt:
Was machst du so, um gut in der Balance und gesund zu bleiben?
Zusatzinformation: Die fragende Person verkauft unter anderem „Entgiftungstherapien„. Auf meine Nachfrage kam folgende Selbtoffenbarung:
[…] Daher interessiert es mich natürlich, gerade bei neuen Kontakten, ob ich gerade bei einem aktuellen Thema helfen kann – und falls gerade alles bestens läuft, was die Strategien sind, sodass ich mit diesem Wissen anderen helfen kann. 😊
Ja, inklusive dem 😊-Smiley. Meine Güte.
„…ob ich gerade bei einem aktuellen Thema helfen kann“ ist kein Interesse, sondern Lead-Qualifizierung. „…und falls gerade alles bestens läuft, was deine Strategien sind, sodass ich mit diesem Wissen anderen helfen kann.“ finde ich besonders aufschlussreich: Auch, wenn ich kein Problem habe, bin ich eine nützliche kostenlose Informationsquelle.
In jedem Fall finde ich mich plötzlich in einem Verkaufsgespräch wieder, dass ich nie angefordert hatte.
Facebook for Business
Meine Frage ist nun: Erfüllt LinkedIn überhaupt noch seinen Zweck als Netzwerkplattform fürs Business? Immer mehr Kontaktanfragen dienen inzwischen nicht mehr dem Netzwerken, sondern sind eine Form von Kaltakquise. Und diese zunehmende Vermischung ist es, was mich an LinkedIn ebenso zunehmend stört.
Vielleicht bin ich altmodisch (alt genug bin ich ja), aber für mich bedeutet Networking: Menschen kennenlernen, sich austauschen, offen und neugierig sein, etwas lernen…und vielleicht feststellen, dass man tatsächlich etwas gemeinsam hat. Und dann ergibt sich vielleicht ein Geschäft. Nicht andersherum, denn ein Kontakt ist keine Beziehung.
Wenn man merkt, dass ein Pferd tot ist, sollte man absteigen.
Also: Was machen wir da eigentlich? Und hat LinkedIn noch eine Chance oder ist diese Plattform in Wirklichkeit schon tot? Was denkt ihr?
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Hunderte von Büchern im deutschsprachigen Raum, Tausende von Büchern international. Das ergab meine Kurzrecherche zum Thema „Selbsthilfeliteratur“ + „Nein sagen“. Offenbar tun sich viele von uns schwer damit. Ja, ich natürlich auch.
Diesen Newsletter wollte ich nämlich schon lange schreiben, habe ihn aber sehr lange auf die ebenso lange metaphorische Bank geschoben. Vermutlich, weil die Thematik des Grenzen-Setzens auch viel mit Erwartungen zu tun hat – unter anderem mit den Erwartungen an mich selbst bezüglich des Umfangs dieses Artikels. Und so fand ich mich sehr schnell im Kaninchenbau wieder, denn dieses Thema wird sehr schnell sehr gross.
Bei einer Tasse Tee wurde mir dann klar, was ich da eigentlich tue: Ich verhandle gerade meine Grenzen mit mir selbst. Nach dieser Erkenntnis wurden me, myself and I uns einig, und dieser Artikel entstand. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Betrachtungen, er bleibt zwangsläufig innerhalb enger Grenzen und ist dennoch verhältnismässig lang geraten. Sei’s drum.
Damit sind wir schon beim ersten Thema und der trivial erscheinenden Frage: Warum brauchen wir überhaupt Grenzen?
Grenzen
Grenzen ermöglichen uns das Zusammenleben in der Gemeinschaft, sie geben uns wertvolle Orientierung und notwendigen Halt. Sie helfen uns zu erkennen, was wir selbst wollen oder nicht wollen. Wenn frau (Männer sind wie immer mitgemeint) in der Lage ist, ihre persönlichen Grenzen zu erkennen und zu verteidigen, hat das einen positiven Einfluss auf den Selbstwert und damit auf die mentale Gesundheit.
Denn wenn frau eigentlich oft Nein meint, aber Ja sagt, entsteht innerer Stress. Das Nein jedoch auszusprechen, fühlt sich unmittelbar unangenehm an, wäre langfristig aber besser für uns und unsere Beziehungen. Das Problem ist: Wer jahrelang immer automatisch Ja sagt, hat den „Nein-Muskel“ nie trainiert: Das Gehirn verknüpft das Nein dann mit Unbehagen, auch wenn wir selbst wissen, wie wichtig wäre, ab und zu Nein sagen zu können.
Was ins uns passiert, wenn wir das nicht können, demonstriert anschaulich dieses Reel der amerikanischen Influencerin Omaya Zein:
Viele Menschen lernen schon als Kind, dass Nein-Sagen egoistisch oder unhöflich sei. Insbesondere weiblich gelesenen Menschen wurde und wird häufig – absichtlich oder unabsichtlich – ein deutliches Harmoniebedürfnis anerzogen. Männlich gelesene Menschen sollen dagegen stark und unabhängig wirken. Beides erschwert ein gesundes „Nein“ im späteren Leben. Dazu kommt…
Das Umfeld der Erwachsenen
Wer immer und zu allem Ja sagt, wird oft gelobt: „So ein netter/hilfsbereiter/lieber/freundlicher/… Mensch!“ Nein-Sager gelten eher als schwierig, und natürlich wollen wir dazugehören – wir sind ja soziale Wesen. Angst vor Ablehnung lässt uns denken, dass uns die andere Person uns nicht mehr mag, wenn wir Nein sagen. Viele haben Angst vor Konflikten oder sogar echte Schuldgefühle: „Wenn ich Nein sage, bin ich ein schlechter Mensch.“ Sogenannte „People-Pleaser“ definieren ihren Selbstwert über die Zufriedenheit anderer. Dadurch fühlt sich ein Nein an wie Selbstverrat.
Vertrackt ist es in der Arbeitswelt: In vielen Branchen gilt Überlastung als Normalzustand und Nein-Sagen wird als Schwäche interpretiert. Solange alle dieses Spiel mitspielen, bleibt das auch so. In manchen Hierarchien traut sich daher niemand, Grenzen zu setzen. Erfreulicherweise gibt es Unternehmen, die mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Strukturen beginnen zu hinterfragen.
„Frauenleiden“
Gerade die weibliche Sozialisierung des „Gefallen-Wollens“ oder des „Gefallen-Müssens“ zum Selbstschutz* kann uns ein ganzes Leben lang hemmen, wenn wir uns nicht aktiv mit unseren Grenzen befassen.
* Machen wir uns nichts vor: Nach wie vor sind Frauen deutlich häufiger Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt in Partnerschaften oder durch Täter aus ihrem eigenen Umfeld. Hilfe für Opfer von Gewalt gibt es z.B. bei der Opferhilfe Schweiz.
Wer Grenzen setzen und auch „Nein“ sagen kann, schützt sich vor Stress und Überlastung. Es lohnt sich, das zu üben. Dabei kann frau andere Menschen in ihrem Umfeld natürlich enttäuschen.
Aber ist das immer so schlimm?
Ent-täuschung
Enttäuschung bedeutet eigentlich Ent-Täuschung, also das Ende einer Täuschung, der wir aufgesessen sind. Wir hatten zuvor eine kleine oder grosse Fehlannahme getroffen und uns geirrt. Das tut weh und das ist kein schönes Gefühl. Daher ist es verständlich, dass Menschen verletzt reagieren können, nachdem ihnen eine Grenze gesetzt wurde.
Das ist an sich kein Drama, es sei denn, frau macht es zu einem. Ein wenig Geduld und Verständnis auf beiden Seiten (!) ist gefragt, damit sich das Gefüge wieder zurechtrücken kann.
Problematischer wird es, wenn das Gefühl der Kränkung sehr stark ist und/oder über längere Zeit besteht, und nicht abgebaut wird oder werden kann. Das beeinflusst die Beziehung negativ. Davor haben viele Menschen Angst und vermeiden es im Extremfall generell, irgendjemandem irgendwelche Grenzen zu setzen. Welche ungesunden Folgen das Unterdrücken der eigenen Bedürfnisse jedoch haben kann, haben wir schon gesehen.
Es gibt also Menschen – und ich nehme an, jede von uns hat diese Erfahrung gemacht – die dauerhaft nicht damit umgehen können, dass eine andere Person ihnen Grenzen setzt. Das ist im Einzelfall zu bedauern, aber in jedem Fall lehrreich. Eine Tatsache des Lebens ist nämlich – wenn wir ehrlich sind – auch: Wenn frau Menschen verliert, machen sie manchmal einfach Platz für neue. Creator off.gridaustin erinnert uns daran, dass den Frieden zu wahren, auch bedeutet, den inneren Frieden zu schützen:
Und wir dürfen ausserdem darauf vertrauen, dass es Menschen gibt, die uns und unsere Bedürfnisse wahrnehmen und respektieren. Vielleicht kennen wir sie nur einfach noch nicht?
Aber warum fällt es manchen Menschen so schwer, Grenzen zu setzen und/oder die Grenzen anderer zu akzeptieren?
Bedürfnisse
Jedes Lebewesen hat Bedürfnisse und manchmal sind diese Bedürfnisse diametral einander entgegengesetzt. Ich z.B. habe gerne Ruhe beim Schreiben. Der Besitzer des Hauses auf der gegenüberliegenden Strassenseite möchte Wohnungen renovieren. Verträgt sich das? Nicht wirklich. Hier sind Kompromisse gefragt und um die geht es später.
Wie das aussehen kann, wenn wir unsere Bedürfnisse nicht zum Ausdruck bringen, erläutert die moderne Parabel „Die knusprige Seite des Brötchens“…
Die knusprige Seite des Brötchens
Ein älteres Ehepaar feierte nach langen Ehejahren das Fest der goldenen Hochzeit. Beim gemeinsamen Frühstück dachte die Frau: „Seit fünfzig Jahren habe ich immer auf meinen Mann Rücksicht genommen und ihm immer das knusprige Oberteil des Brötchens gegeben. Heute will ich mir endlich diese Delikatesse gönnen.“ Sie schmierte sich das Oberteil des Brötchens und gab das andere Teil ihrem Mann. Entgegen ihrer Erwartung war dieser hocherfreut, küsste ihre Hand und sagte: „Mein Liebling, du bereitest mir die größte Freude des Tages. Über 50 Jahre habe ich das Brötchen-Unterteil nicht mehr gegessen, das ich vom Brötchen am allerliebsten mag. Ich dachte mir immer, du solltest es haben, weil es dir so gut schmeckt.“
Eine schöne Geschichte, anhand derer sich mehrere menschliche Zustände erkunden lassen. Die Wirklichkeit des menschlichen Lebens ist manchmal düsterer, wie wir oben gesehen haben. Aber auch ohne Gefahr unterdrücken wir unsere Bedürfnisse oft, anstatt sie adäquat zu kommunizieren. Das ist nicht gesund.
Also wie kommuniziert frau nun ihre Grenzen?
Umsetzung
Viele Coaches empfehlen eine harte Abgrenzung, also „Nein“ und fertig. Und ja, der Ausspruch „Nein ist ein ganzer Satz“ hat seine volle Berechtigung, wenn ich mich an der Bar einer aufdringlichen Person erwehren muss. Freundlichkeit tut da nicht Not.
Aber wir haben es ja nicht nur mit Fremden zu tun in unserem Leben, sondern auch mit Freunden. Eine neu entdeckte Fähigkeit des Grenzen-Setzens ist natürlich kein Freifahrtschein, Menschen vor den Kopf zu stossen. Vor allem in lange bestehenden Beziehungen ruft eine plötzliche Verhaltensänderung vielleicht Verunsicherung und Widerstand hervor. Das ist normal und Rücksicht ist auch keine Einbahnstrasse.
Ich sehe das daher kontextabhängig: Frau kann sich freundlich abgrenzen und idealerweise dem anderen eine Brücke bauen, sofern einem an der Beziehung liegt. Dabei geht es nicht um Rechtfertigung, sondern darum, ein gegenseitiges Verständnis zu erreichen. Kommunikation ist dabei alles und eine simple Erklärung (Achtung, nicht Rechtfertigung!) wie: „Ich habe ein Problem mit Abgrenzung, daher übe ich nun vermehrt das Nein-Sagen. Ich weiss, dass du eine sichere Person bist, daher möchte ich das mit dir üben, wenn das für dich in Ordnung ist.“ ist sehr wirksam: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine so angesprochene Person dir helfen wird, deine Grenzen zu finden und angemessen zu setzen, ist ziemlich hoch. So entsteht eine Kooperation.
Auch Kompromisse kann frau üben. Ein „Nein“ verknüpft mit einem konkreten Angebot wie z.B..: „Nein, darauf habe ich gerade nicht so recht Lust. Wie wär’s, wenn wir stattdessen….“ baut der anderen Person die oben erwähnte Brücke. Tönt gut, oder?
Kommunikation, Kooperation, und Kompromisse sind wichtig, um als Gesellschaft zu bestehen. Das betrifft nicht nur den Menschen, auch im Tier- und Pflanzenreich begegnen uns zahlreiche Beispiele.
Kompromisse
Kompromissbereitschaft gehört zu unserer Natur und ermöglicht uns das Zusammenleben in der Gesellschaft. Das Leben ist ein Geben und Nehmen, und daher ist auch das Nachgeben-Können erst einmal eine gute Eigenschaft. Eine Verhältnismässigkeit ist wichtig, damit alles in Balance bleibt.
Um mich in meinem Gefüge zu orientieren, finde ich persönlich es hilfreich, mich ab und zu zu fragen, wem gegenüber ich in welchem Masse verantwortlich bin. Welche Verantwortung habe ich mir selbst gegenüber? Welche Verantwortung habe ich gegenüber einer Freundin/einem Freund? Einer Kundin/einem Kunden? Einer bekannten oder unbekannten Person?
Wie auch immer das Ergebnis dieser Betrachtung ausfällt, wir können achtsam mit uns und den Bedürfnissen unserer Mitmenschen umgehen. Auch und vor allem, wenn wir Grenzen setzen müssen oder die Grenzen anderer erfahren.
Ein Tipp zum Schluss
Kami Orange ist Boundary Coach und Autorin aus den USA. Sie hat langjährige Erfahrung darin, Menschen dabei zu helfen, Grenzen zu setzen. Ihren Instagramkanal kann ich für kurze, knackige Inputs, konkrete Tipps, und Denkanstösse zum Thema Grenzen-Setzen sehr empfehlen!
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
In agilen Teams ermöglicht uns die regelmässige Retrospektive das gemeinsame Innehalten, Zurückblicken, Lernen, und Besserwerden.
Aber auch nicht-agile Teams profitieren enorm davon, sich die Zeit zu nehmen, um auf der Metaebene über Zusammenarbeit, Kommunikation, und Arbeitsweisen zu sprechen.
Warum dem so ist und wie das geht, erläutere ich in diesem Artikel.
Worum es bei Retrospektiven geht
Retrospektiven sind kein „Team-Feedback-Meeting“, sondern ihr Zweck ist kontinuierliches Lernen. Sie stellen einen geschützter Raum dar, in dem Teams ihr eigenes Arbeiten reflektieren können und daraus konkrete Verbesserungen ableiten.
Im Scrum ist die Retrospektive fest verankert, doch das Prinzip dahinter ist eigentlich universell:
📌 Anhalten – 📌Hinschauen – 📌Lernen – 📌Anpassen
Oder, in drei einfachen Fragen ausgedrückt:
Was lief gut?
Was lief nicht gut?
Was machen wir beim nächsten Mal anders?
Das klingt möglicherweise banal, ist aber enorm wirksam, wenn denn die Haltung stimmt. Und diese schauen wir uns nun genauer an.
Der wahre Wert der Retrospektive liegt im Dialog
Eine gute Retrospektive ist weder ein Sammeln von Fehlern und Pannen, noch ein allgemeines Klagelied. Sie lebt davon, dass Menschen ehrlich und respektvoll miteinander sprechen und gemeinsam reflektieren können.
Das schafft Vertrauen, stärkt die psychologische Sicherheit und lässt Muster sichtbar werden, die im Alltag vielleicht untergehen.
Oft ist das Ergebnis nicht einmal ein neues („yet another“) Tool oder eine Verhaltensregel, sondern ein gemeinsames Verständnis, z.B. ein „Aha, deshalb reiben wir uns!“ Und das ist wertvoll für den Einzelnen, wie für das Team.
Die Retrospektive als Kulturwerkzeug
Der Kern des agilen Arbeiten ist: Nicht noch schneller im Hamsterrad zu rennen, sondern bewusster zu lernen.
Wenn Teams regelmässig retrospektiv arbeiten, entwickeln sie automatisch mehr Eigenverantwortung und eine bessere Anpassungsfähigkeit. Anstatt auf Anweisungen „von oben“ zu warten, suchen sie selbst aktiv nach Lösungen. Das vermag mittel- bis langfristig sogar eine gesamte Unternehmenskultur nachhaltig zu verändern.
Und das Schöne ist, dieses Konzept ist nicht exklusiv für Scrum-Teams!
So geht’s – eine einfache Retrospektive in 30 Minuten
(Ohne Scrum Master, ohne agiles Rahmenwerk)
Nehmt euch Zeit, z.B. 30 Minuten pro Monat
Setzt einen klaren Rahmen, z.B. „Wir wollen gemeinsam schauen, was in unserer Zusammenarbeit gut läuft und was wir vielleicht noch verbessern möchten.“
Startet mit einer kurzen Fragerunde: „Wie geht’s euch in unserem Team, wir fühlt ihr euch gerade mit unserer Zusammenarbeit?“
Blickt gemeinsam zurück und fasst einen Plan: • Was lief gut? • Was lief nicht so gut? • Was möchten wir ausprobieren oder ändern?
Haltet euren Plan schriftlich fest! Erstellt eine kurze, aber konkrete Vereinbarung für die nächste Zeit, z. B. „Wir beginnen Meetings in der kommenden Woche pünktlich und enden auch pünktlich.“
Schliesst eure Retrospektive formell ab durch eine gegenseitige Wertschätzung („Danke für deine Offenheit!“) oder ein kleines Ritual, z.B. eine gemeinsame Kaffeepause.
Also, los geht’s!
Mein kleiner Tipp am Ende
Nicht gleich zu viel wollen – Eine erfolgversprechende Retrospektive erkennt man daran, dass ein möglicherweise kleiner, aber realistisch umzusetzender Schritt folgt, dessen Durchführung und Auswirkung bei der nächsten Retrospektive überprüft werden kann.
Und wenn ihr dann merkt, dass euch diesen Vorgehen weiterbringt und euch als Team gut tut: Einfach regelmässig wiederholen.
Viel Erfolg!
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Nein, das weisst du noch nicht, aber nachdem ich mit diesem Titel hoffentlich deine Aufmerksamkeit gewonnen habe, erzähle ich es dir gerne. Und am Ende folgt auch noch eine Einladung!
Z’Basel am mym Rhy
Seit bald 20 Jahren lebe ich in diesem schönen Städtchen am Rhein. Der Fluss ist Mittelpunkt und Lebensader der Stadt, und sommers wie winters Anziehungspunkt für Einheimische, Zweitheimische, und Touristen gleichermassen.
Leider wird er auch ziemlich verschmutzt. Nicht mehr (massiv) durch die Industrie, dankenswerterweise, sondern durch die unzähligen Besucher, die – absichtlich oder unabsichtlich – jeden Tag allerhand im Rhein verlieren.
R(h)eingeworfen
Zum Glück gibt es R(h)eingeworfen, einen ehrenamtlichen Verein, der im Rhein nach Abfall taucht. Der Verein ist aus einer kleinen Gruppe von Freunden entstanden, die 2022 begonnen haben, beim Schwimmen und Tauchen im Rhein Abfälle zu sammeln. Aus spontanen Aktionen wurde eine wachsende Gemeinschaft, die 2025 offiziell als Verein eingetragen wurde.
Heute hat R(h)eingeworfen etliche engagierte Mitglieder, die regelmässig im Rhein unterwegs sind, und schwimmend, schnorchelnd oder tauchend die unterschiedlichsten Gegenstände bergen. Diesen habe ich mich diesen Sommer angeschlossen und verwandle ausgesuchte Fundstücke in #upfloating-Kunst.
Was wir wollen
Was wir erreichen wollen, ist ganz einfach erklärt: Wir möchten ein Bewusstsein schaffen für die Schönheit des Rheins, für seine Verletzlichkeit und für die Verantwortung, die wir alle tragen. Mit unseren Aktionen machen wir sichtbar, was im Verborgenen liegt, und verwandeln Fundstücke in Impulse für Gespräche, Ausstellungen, und Bildungsarbeit.
Ausstellung R(h)eingeworfen: „Zeugen der Sorglosigkeit“
Und hier ist die versprochene Einladung: Vom 2. bis zum 7. September stellen wir im Forum des kHaus unsere Fundstücke aus und informieren über unsere Arbeit. Ich selbst werde mit den ausgewählten #upfloating-Kunstobjekten, mit denen ich mich diesen Sommer beschäftigt habe, ebenfalls an der Ausstellung vertreten sein.
Die Vernissage findet am 2. September um 18 Uhr statt und ich würde mich freuen, ganz viele von euch dort begrüssen zu dürfen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei!
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Die Sommerpause ist vorbei und es gibt aufregende Neuigkeiten: Nach vielen Meetings und unzähligen Litern an konsumiertem Kaffee und Tee darf ich euch mit Freude das Bausteinbüro präsentieren!
Tanja und ich stehen euch mit Rat und Tat zur Seite, wenn ihr eure Arbeitsabläufe analysieren und verstehen, und gezielt und langfristig verbessern wollt. Selbstverständlich unterstützen wir euch auch mit der konkreten Umsetzung in eurem Betrieb, eurem Team, oder in eurer Arbeitsgruppe.
Ihr habt das Problem
Vielleicht kennt ihr das: Immer wieder Verzögerungen, die Kunden sind unzufrieden und die Mitarbeitenden frustriert? Derselbe Fehler passiert immer wieder und wieder, ihr habt doppelte Arbeit, Zeitverlust, unnötige Materialkosten? An Absprachen wird sich nicht gehalten, und wenn die eine Kollegin/der eine Kollege, der seit Anbeginn der Zeiten im Betrieb arbeitet, plötzlich ausfällt, bricht das Chaos aus?
Da haben wir etwas für euch!
Wir finden die Lösung
Zusammen haben Tanja und ich mehr als 30 Jahre Erfahrung in Coaching und Beratung, und mehr als 12 Jahre Erfahrung in LEGO® SERIOUS PLAY®. Im Bausteinbüro arbeiten wir mit konkreten Situationen und bauen diese mit euch zusammen in 3D, anstatt nur darüber zu reden. So machen wir eure Themen „be-greifbar“ und finden gemeinsam Lösungen, die ihr sofort praktisch umsetzen könnt! Hier geht’s zur Website und unser Angebot findet ihr direkt unter Workshops.
Übrigens: Die Angebote des Bausteinbüros richten sich ausdrücklich nicht an die Teppichetagen grosser Unternehmen, sondern an KMU, Handwerksbetriebe, Produktion, kleine Dienstleistungsunternehmungen, etc. Also an dich.
Kontakt
Kontaktieren könnt ihr uns ganz einfach und jederzeit per eMail an sali@bausteinbuero.ch. Das Bausteinbüro ist auch auf Linkedin und Instagram zu finden. Tanja und ich beraten euch gerne!
Tanja Grosser
Isabell Buttron
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen:
Heute schreibt an meiner Stelle Britta Delmas. Sie ist Finanzanalystin bei Public Eye.
Mein Opa und die Steuern
Mein Opa war ein freundlicher Mensch. Ein gemütlicher Mensch. Er genoss die kleinen und grossen Freuden des Lebens. Und er sah die Notwendigkeiten des Lebens als – nun ja, notwendig an.
Zu diesen Notwendigkeiten zählten auch die Steuern. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, bei der Steuererklärung zu schummeln, Einkünfte oder Vermögen nicht anzugeben:
Ich zahle gerne Steuern. Mir geht es doch gut. Und ich will es ja auch schön haben.
So einfach war das für meinen Opa.
Heute ist es komplizierter.
Heute verschieben Multimilliardäre und internationale Konzerne Einkünfte und Vermögen rund um den Erdball, immer auf der Suche nach der billigsten Steueroase. In den USA lassen sich die Multimilliardäre in Aktien bezahlen, weil sie diese im Gegensatz zu einem Gehalt nicht versteuern müssen. So zahlt manch Superreicher wie Warren Buffett weniger Steuern als seine Sekretärin – und merkt es nicht einmal, weil er so reich ist, dass die Steuern für ihn gar keinen Unterschied machen würden. Für seine Sekretärin schon.
Auf der Strecke bleiben vor allem diejenigen Länder, die ohnehin arm sind. Die internationalen Konzerne verkaufen dort zwar ihre Produkte, aber sie zahlen keine Steuern auf ihre Profite. Gerade die grossen Tech-Konzerne brauchen noch nicht einmal Mitarbeitende vor Ort, weil der Vertrieb über das Internet läuft. Die Gewinne werden dann in das Land verschoben, in dem die niedrigste Steuerquote lacht. Die Länder des Globalen Südens fordern zwar, dass die Unternehmen dort Steuern zahlen sollen, wo sie ihre Gewinne machen. Aber in der OECD, die das festlegen könnte, haben diese Länder kein Stimmrecht.
Wer in der Schweiz lebt, hat es noch einfacher:
Wer keine Steuern zahlen will, gibt seine Konten einfach nicht in der Steuererklärung an. Die Steuerbehörden können das nicht überprüfen. Sie haben kein Auskunftsrecht gegenüber den Banken. Vorstösse, das zu ändern, scheitern mit schöner Regelmässigkeit. Eine plausible Erklärung, weshalb einige Steuerpflichtige nicht die Steuern zahlen sollen, die sie nach geltendem Recht nun einmal schulden, bleibt die Politik schuldig. Der Bund hat auch keine Ahnung, wie viel Steuern uns allen hier durch die Lappen gehen. Und so bleibt alles beim Alten.
Wenn gar neue Steuern gefordert werden, folgen reflexartig Drohungen mit einer Abwanderung der Reichen, die dann auch noch ihre Unternehmen schliessen und die Mitarbeitenden auf die Strasse stellen würden. Und deshalb lässt man auch das lieber. Politische Gestaltungsfreiheit geht anders.
Dabei wollen auch reiche und erst recht superreiche Menschen gut leben: Auto oder Tram fahren auf gut ausgebauten, sicheren Strassen. Fliegen von modernen Flughäfen. Ihre Kinder auf gute Schulen und Universitäten schicken. In erstklassigen Krankenhäusern behandelt werden. Und so weiter. Wie du und ich und mein Opa. Alles finanziert mit den Steuern, die du und ich und mein Opa zahl(t)en.
Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass diejenigen mit den breitesten Schultern sich so beteiligen, wie sie es vermögen. Grosse Vermögen vermögen mehr. Vielleicht sogar mehr als wir ihnen zutrauen.
Das würde auch mein Opa so sehen.
Wenn dir gefallen hat, was du gelesen hast, kannst du hier meinen Newsletter abonnieren und bleibst ab sofort auf dem Laufenden:
Ich freue mich auch, wenn Du diesen Newsletter teilst!
Alle bisher veröffentlichten Newsletter findest du in meinem Blog: Spannende Geschichten, grosse und kleine Einblicke aus meiner Arbeit, und wertvolle Inspiration.
Eine Tasse Kaffee
In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Ideen, Impulse, und Fundstücke aus meiner Arbeit, von agilen Abkürzungen über die Höhen und Tiefen der menschlichen Zusammenarbeit bis hin zu überraschenden Erkenntnissen aus der Forschung – und manchmal auch aus der Küche.
Wenn du mich und meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich auf einen virtuellen Kaffee einladen. Jede Tasse trägt dazu bei, dass ich weiterhin Inhalte teilen kann, die inspirieren und bewegen: