Vor etwa einem Jahr habe ich meine Einzelfirma in eine GmbH umgewandelt und mich vollends selbstständig gemacht. Was für eine Schnapsidee.
Zu dieser Schnapsidee, die eigentlich eine Teeidee ist, kam ich bei einem entsprechenden Heissgetränk und im Gespräch mit 2 Damen aus Australien an Bord der Ocean Endeavor im Dezember 2024. Möglicherweise passt hier also auch der Spruch „einen im Tee haben“.
Am Ende der Welt jedenfalls neigt man mangels Ablenkungen dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und auf das was man wirklich mit seiner verbleibenden Lebenszeit anfangen möchte. Der Rest ist Firmengeschichte, wenn man so möchte.
Nach meiner Rückkehr aus der Antarktis machte ich mich also an das Konzept, und mit Unterstützung von Wahlfamilie und Freunden, sowie einer in Basel nicht unbekannten Kanzlei war die Firmengründung im Endeffekt einfacher als erwartet.
Jedoch…Überraschung…nach der Gründung fängt natürlich die eigentliche Arbeit an, und ich verstand sehr schnell den Euphemismus, der sich hinter den Worten „selbst und ständig“ verbirgt. Dennoch hatte und habe ich enorme Freude an meiner Arbeit, auch wenn bei Weitem nicht alles so läuft, wie ich mir das vorgestellt habe. Und nun ist zu meiner weiteren Überraschung diese Firma, die ich nach wie vor wie eine Art kleines Pflänzchen 🪴 betrachte, in ihrem ersten Jahr profitabel.
Und was sagt mir das? Man fängt am Besten mit dem Anfang an und Perfektion ist ein Mythos. Daher gibt es auch nicht den perfekten Moment, und daher hängt in meinem Büro auch dieses Schild in Sichtweite meines Arbeitsplatzes prominent an der Wand:
„The only step you ever have to take is the next one.“
Wer sich einmal austauschen möchte über das Gründertum im allgemeinen, über Lessons Learned oder einfach über das Leben als Selbstständige:r – immer gerne bei einem Tee (oder Kaffee):
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In vielen Kontexten, insbesondere in queeren, antirassistischen, oder feministischen Räumen, ist von „Safer Spaces“ – also nicht von „sicheren Räumen“, sondern von „sichereren Räumen“ – die Rede. Warum wir nicht einfach von „Safe Spaces“ sprechen, dafür gibt es einen guten Grund:
Safe Space
Ein Safe Space wird gemeinhin als ein Ort verstanden, an dem Menschen sich vollkommen frei, sicher, und geschützt fühlen können und keine Angst vor Abwertung, Diskriminierung, oder Gewalt haben müssen. Das klingt wunderbar, ist aber nicht realistisch: Sicherheit ist eine individuelle Wahrnehmung, und keine Gruppe, kein Raum, keine Struktur ist gänzlich frei von Machtgefällen oder unbeabsichtigten Mikroaggressionen, von unreflektierter Sprache oder blinden Flecken. Das gilt insbesondere für heterogene Gruppen.
Safer Space
Deshalb reden wir lieber von einem Safer Space. Das ist ein Raum, in dem wir uns aktiv um Sicherheit bemühen, in dem wir Diskriminierungserfahrungen reflektieren, unsere Fehler anerkennen und daraus lernen, und gemeinsam daran arbeiten, Zugehörigkeit und Schutz möglich zu machen und zwar so gut es eben geht. Der Begriff ist eine Einladung zu kritischer Offenheit (ja, und dazu gehört auch Verletzlichkeit) statt zu einer Illusion von Perfektion.
🌈Ein Safer Space ist also kein Versprechen, das sich möglicherweise nicht halten lässt, sondern als eine Haltung zu verstehen. Dieser Unterschied ist wichtig.
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In den letzten Jahrzehnten habe ich geforscht, gelernt, gelehrt, und moderiert – und auch mehrere Expeditionen ins ewige Eis unternommen. Diese Expeditionen gehören zu den grössten Abenteuern meines Lebens, vor allem mein Trip in die Antarktis war etwas Besonderes. Meine Reise ans Ende der Welt lässt sich an anderer Stelle nachlesen.
Was mich dabei über die ganzen Jahre nicht losgelassen hat, ist die Frage: Wie kann Wissenschaft (be-)greifbar, verständlich, und relevant für alle und nicht nur für uns Fachleute werden?
Deshalb setze ich mich für eine dialogorientierte Wissenschaftskommunikation ein. Ich halte Vorträge, entwickle interaktive Formate, und bringe Menschen ins Gespräch über Zellen und Organismen, die Polarregionen der Erde, den menschlichen Ressourcenhunger, das Weltklima, die Umwelt, und nicht zuletzt unsere Verantwortung.
Daher suche ich weitere Partner:innen für Citizen-Science-Projekte, Vortragsformate, oder Mitmach-Events, z. B. an Schulen, in Gemeinden, in Museenoder Vereinen, oder auch privat organisiert.
Bist du neugierig geworden und hast Lust auf einen unverbindlichen Austausch? Schreib‘ mir gerne oder empfiehl mich weiter, wenn du jemanden kennst, für den das interessant sein könnte:
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Im Aargau, am historischen Stern von Laufenburg, soll der weltweit grösste Batteriespeicher entstehen. Ein Projekt, das gleichzeitig als „Jahrhundertchance“ (FlexBase) und „falsche Technologiewahl“ (ETH) bezeichnet wird.
Während die einen in der Redox-Flow-Batterie die Lösung für die Energiewende sehen, warnen andere vor hohem Risiko und unklarer Rentabilität. Schauen wir uns das also einmal an…
Projektziel
Der neue Batteriespeicher in Laufenburg soll dabei helfen, das europäische Stromnetz stabil zu halten. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne liefern manchmal unregelmässig Strom. Das liegt in der Natur der Sache, ist aber einer der Faktoren, die sich problematisch auf die Netzstabilität auswirken können. Wird auf einmal sehr viel oder sehr wenig Strom ins Netz eingespeist, kann das Stromnetz im schlimmsten Fall sogar zusammenbrechen. Ein Batteriespeicher reagiert innerhalb von Millisekunden und kann diese Schwankungen ausgleichen und damit das Netz schützen.
Der vorgesehene Standort Laufenburg ist kein Zufall, denn hier laufen die Stromnetze Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz zusammen. Das ist also ein idealer Ort für ein Projekt, das die Stabilität des europäischen Stromnetzes sichern soll. Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, will mit dem Technologiezentrum aber nicht nur die Energiewende vorantreiben, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken.
Technologie
Die Anlage setzt auf die Redox-Flow-Technologie. Sie speichert elektrische Energie in Form von chemischen Verbindungen, die in einem Lösungsmittel in flüssiger Form vorliegen. Die Elektrolyte zirkulieren in zwei getrennten Kreisläufen und bleiben auch in der Reaktionszelle durch eine Membran voneinander getrennt. An dieser Membran findet ein Ionenaustausch statt. Dadurch werden die Elektrolyte chemisch reduziert bzw. oxidiert, und die elektrische Energie wird wieder frei.
Schema einer Redox-Flow-Batterie
Die an der Membran ablaufenden Redox-Reaktionen werden durch die Farbverläufe angedeutet. Die Elektrolytlösungen werden in Tanks gespeichert, die deutlich grösser sein können als die eigentliche elektrochemische Zelle, in der die Reaktion stattfindet.
Die Befürworter sehen die Redox-Flow-Technologie als sicher, skalierbar, und nachhaltig an:
Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien sind Redox-Flow-Batterien nicht brennbar und nicht explosiv.
Kapazität und Leistung lassen sich unabhängig voneinander skalieren, das macht Redox-Flow-Batterien ideal für Grossprojekte.
Redox-Flow-Batterien haben eine Lebensdauer von Jahrzehnten und können Tausende von Lade- und Entladezyklen erreichen, ohne an Kapazität zu verlieren.
Doch nicht alle teilen diesen Optimismus. Eine ETH-Studie von 2025 mutmasst, dass sich die Redox-Flow-Technologie nicht durchsetzen wird:
Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien erfordern Redox-Flow-Batterien höhere Investitionen pro kWh: Das Projekt in Laufenburg kostet über eine Milliarde (!) Franken.
Die geringe Energiedichte erfordert grosse Tanks und damit viel Fläche. Platz ist eine begrenzte Ressource.
Die Studie prognostiziert, dass Lithium-Ionen-Batterien mit verbesserten Sicherheitsstandards den Markt zukünftig dominieren werden.
Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz
Der Bau hat bereits begonnen und FlexBase geht davon aus, dass der Batteriespeicher termingerecht 2028 in Betrieb genommen werden kann. Das dazugehörige Technologiezentrum soll 2029 folgen. Das Projekt soll über 300 neue Arbeitsplätze schaffen und die lokale Wirtschaft beleben. Die FlexBase Group investiert einen Milliardenbetrag, von dem die Stadt Laufenburg und der Kanton Aargau durch Steuereinnahmen profitieren sollen.
Der fertig gestellte Batteriespeicher soll als „Energiebank“ fungieren: Strom wird gespeichert und bei Bedarf, z.B. zu Spitzenlastzeiten, mit Gewinn wieder verkauft. Unternehmen können Kapazitäten mieten, um ihre Versorgungssicherheit zu erhöhen. Zudem soll die Abwärme des angrenzenden KI-Rechenzentrums allein in Laufenburg 75.000 Tonnen CO₂ in 30 Jahren einsparen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung.
Das Projekt in Laufenburg wird bereits jetzt als „Jahrhundertprojekt“ bezeichnet und die Genehmigung des 800-MW-Netzanschlusses durch Swissgrid ist ein deutliches Signal in dieser Richtung. Die Gemeinde Laufenburg und der Kanton Aargau unterstützen das Vorhaben aktiv, u. a. durch schnelle Genehmigungen wie z. B. der Erhöhung der Bauhöhe auf 30 Meter.
Skeptische Stimmen sehen Verzögerungen jedoch bereits vorprogrammiert, angesichts der Komplexität des Projekts und möglicher Einsprachen: Anwohner kritisieren die geplante Bauhöhe, und befürchten Lärm- und Umweltbelastungen.
Die enorme Investitionssumme und die Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen werden zusätzlich als Risiko gesehen – insbesondere, da FlexBase keine Namen von Investoren nennt. Es gibt nur Hinweise auf „namhafte Partner“ aus der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein. Das wirkt intransparent und führt zu Spekulationen über die tatsächliche Finanzierungssicherheit. Kritiker betonen, dass derartige Speichersystem oft nur mit staatlichen Subventionen oder durch Sonderregelungen rentabel sind.
Dennoch überwiegt momentan die Unterstützung, da das Projekt als grosse Chance für die Region gesehen wird.
Fazit
Der Batteriespeicher von Laufenburg gilt als kontrovers diskutiertes Leuchtturmprojekt:
Technisch setzt das Projekt auf eine sichere, aber auch umstrittene Technologie
Wirtschaftlich ist die Rentabilität abhängig von den zukünftigen Marktbedingungen und wohl auch von Subventionen
Politisch wird es derzeit gleichzeitig gefeiert und kritisiert
Die schiere Grösse (1,6 GWh) macht das Projekt zu einem Symbol und es wird entweder als Vorbild für die Energiewende oder als teures Experiment in die Geschichte eingehen. Es polarisiert – und vielleicht ist das auch gut so, denn so entsteht auch eine Diskussion über die Zukunft unserer Energieversorgung.
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Möglicherweise kommt dir das bekannt vor: Ein neuer Morgen, eine neue to do-Liste, gute Vorsätze, eindeutige Prioritäten. Dann kommt der Abend und das Gefühl, unbefriedigend wenig von dem geschafft zu haben, was uns eigentlich wichtig ist. Stattdessen haben wir uns zwischen Meetings, eMails, und Anfragen verloren, und fragen uns: Wo ist nur die Zeit geblieben?
Da ich mir heute genau dieselbe Frage stelle und meine to do-Liste wartet, gibt es nun statt eines langen Textes einen Podcast-Tipp für dich: In der aktuellen Folge des empfehlenswerten ZEIT-Podcasts „Geht da noch was?“ widmen sich die Moderatorinnen Lisa Hegemann und Rose Tremlett der Frage „Wie finde ich im Job die richtige Balance zwischen Aufgaben, auf die ich Lust habe, und jenen, die halt gemacht werden müssen?“
Shoppen klingt spaßig, aber wenn man durch die Läden latscht oder online
durch Mode-Produkte scrollt, fällt einem ab einem bestimmten Alter
schnell auf: Die ganzen Models sind frisch der Pubertät entsprungen.
Mode für Menschen nach dem Uni-Alter ist hingegen häufig übertrieben
praktisch oder nüchtern. Wie findet man seinen Weg aus dem Haufen von
Beige, Grau und Schwarz? Und wie entwickelt man einen persönlichen Stil,
der einem wirklich steht?
Im ZEIT-Optimierungspodcast Geht da noch was? besprechen die
Moderatorinnen Rose Tremlett und Lisa Hegemann die Herausforderungen,
die einem begegnen, wenn man sich nicht mehr von den neuesten Modetrends
angesprochen fühlt, aber gleichzeitig zeitgenössisch und cool aussehen
möchte. Dafür hat Rose mit zwei Modeinfluencerinnen und -influencern
gesprochen, die es geschafft haben, ihre Garderoben mit coolen,
zeitlosen Outfits zu befüllen.
Ben Bernschneider ist Content Creator, Autor und begeisterter
Mode-Experte mit Schwerpunkt Classic Menswear – er erklärt, wie man bei
Herrenmode die Kleidungsstücke findet, die in jedem Alter gut aussehen.
Claudia Steinlein, Autorin des Blogs und dazugehörigen Instagram-Kanals
Glam up your lifestyle, bringt eine frische Perspektive für Frauenmode
herein und erklärt, wie man durch Experimentieren und
Statement-Accessoires einzigartige Looks kreiert.
Im ZEIT-Podcast Geht da noch was? suchen Rose Tremlett und Lisa Hegemann
Tipps für ein leichteres und entspannteres Leben. Sie sprechen dafür mit
Vorbildern sowie Expertinnen und wühlen sich durch Bücher wie Studien.
Jeden zweiten Montag erscheint eine neue Folge.
Weiterführende Links und Lektüre:
– Der Mode-Blog von Claudia Steinlein: Glam up your lifestyle
– Infos zum Buch von Ben Bernschneider: 100 Staple Pieces – die
Wunschliste des modernen Gentleman
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Es ist Donnerstag, 15:47 Uhr, und dein Zeitplan für heute sieht aus, als hätte ihn ein übermotiviertes Eichhörnchen auf Speed erstellt: „Angebot für Projekt … fertig schreiben und abschicken“ – unangetastet. „Steuerunterlagen sortieren“ – erfolgreich ignoriert. „Endlich mal wieder zum Sport!!“ – haha. Stattdessen hast du drei Stunden damit verbracht, zwischen eMails, eingehenden Anrufen, und der Frage „Was hat dieser **** Drucker schon wieder?“ zu pendeln. Und jetzt fühlst du dich wieder mal schuldig.
Das Problem bist aber nicht du. Das Problem ist, dass die meisten Zeitmanagement-Tipps für Menschen gemacht sind, die entweder wenig Ahnung vom echten Leben haben, oder die heimlich einen persönlichen Assistenten beschäftigen. (Spoiler: Du hast keinen. Ich habe auch keinen.)
Ich zum Beispiel führe seit letztem Jahr eine eigene GmbH, arbeite nebenher am Theater Basel (weil es mir Freude macht, nicht weil es gut bezahlt wäre…), und versuche, meiner Leidenschaft für nachhaltiges Leben und Arbeiten gerecht zu werden. Das alles, während ich mich frage, warum meine To-Do-Liste aussieht wie ein Scherz.
Über die Zeit habe ich aber etwas gelernt: Der Schlüssel liegt nicht darin, mehr zu schaffen, sondern klüger zu scheitern. Man muss nicht alles schaffen. Daher kommen hier nun drei einfache, aber wirksame Tricks, die mir und hoffentlich auch dir das Leben ein wenig einfacher machen. Vorhang auf:
Tipp 1: Die 2-Minuten-Regel richtig angewandt
Kennst du die 2-Minuten-Regel? „Wenn eine Aufgabe weniger als zwei Minuten dauert, erledige sie sofort.“ Klingt logisch und ist es theoretisch auch. Praktisch führt sie manchmal dazu, dass wir uns zwischen „Schnell die Spülmaschine ausräumen“ und „Eigentlich sollte ich jetzt diese Rechnung schreiben“ hin- und hergerissen fühlen, und am Ende gar nichts machen.
Twist: Die Regel gilt nur, wenn sie dir jetzt in diesem Moment nützt.
Ja – anwenden: Du hast gerade eine kreative Pause und siehst ein eMail, das du in 90 Sekunden beantworten kannst? Mach’s!
Nein – ignorieren: Du bist mitten in einer Aufgabe, und dein Kopf sagt „Keine gute Idee“? Dann verschiebe die Mini-Aufgabe auf später und zwar ohne Schuldgefühle.
Wir sind keine Maschinen. Manchmal ist der beste Weg, produktiv zu sein, nicht alles sofort abzuarbeiten, sondern sich selbst die Erlaubnis zu geben, Prioritäten zu setzen. Auch wenn das bedeutet, dass die Spülmaschine noch eine Stunde wartet. Oder noch länger.
Tipp 2: Energie-Tagesplan statt To-Do-Liste
To-Do-Listen sind wie Neujahrsvorsätze: Gut gemeint, aber oft auch realitätsfremd. Stattdessen plane ich meine Tage nach meinem persönlichen Energielevel. So geht’s:
Morgens (Kreative Energie): Hier erledige ich Aufgaben, die Konzentration und Kreativität benötigen: Texte (wie diesen hier) schreiben, Konzepte entwickeln, strategisch planen. Mein Gehirn ist ausgeschlafen, also nutze ich das aus.
Mittags (Energie-Tief): Jetzt kommen Routineaufgaben dran: eMails beantworten, Rechnungen schreiben, Telefonate führen. Dinge, die weniger Kreativität, aber trotzdem Aufmerksamkeit brauchen.
Nachmittags oder Abends („Sinnergie“): Hier ist Platz für Sinnstiftendes – also Dinge, die mir Freude machen, aber nicht dringend sind: Vereinsarbeit, Recherchen, oder bei einer Vorstellung am Theater Basel mithelfen.
Das funktioniert, weil ich nicht gegen meinen natürlichen Rhythmus ankämpfe. Ich habe weniger Schuldgefühle, weil ich realistisch plane, und selbst an müden Tagen schaffe ich doch noch das Wichtigste – weil ich mich und meinen Energiehaushalt kenne.
Ein Beispiel aus meinem Alltag: Letzte Woche hatte ich einen Tag, an dem ich morgens drei Stunden lang im Dialog konzentriert an einem neuen Workshop-Konzept gearbeitet habe. Danach rauchte mir der Kopf und ich machte mir selbst noch einige Notizen dazu. Nachmittags habe ich noch drei eMails beantwortet und eine Rechnung geschrieben, und das war OK. Denn ich wusste: Für mehr war keine Energie mehr da.
Energie ist eine begrenzte Resource und Pausen sind wichtig. Es gibt Zeiten, in denen ich auch nur mit dem Hund auf dem Sofa liege, und dann wartet die Spülmaschine eben noch länger. Der Punkt ist, dass ich mir die Erlaubnis gebe, ein Mensch zu sein.
Mein Work-Life-Balance-Coach: Wenn selbst der Hund sagt „Jetzt ist Pause“, sollte ich vielleicht zuhören.
Tipp 3: Prioritäten sortieren mit Eisenhower
Und wenn du jetzt das Gefühl hast, aberalles ist wichtig, dann probier’s doch einmal mit der Eisenhower-Matrix. Sie teilt Aufgaben in vier Kategorien ein:
Dringend und wichtig ➡️ Zähne zusammenbeissen und sofort erledigen, z. B. Dinge mit nahenden Deadlines wie z.B. die Steuern in Basel-Stadt 🤷🏻♀️
Wichtig, aber nicht dringend ➡️ In der Planung liegt das grösste Potential, z. B. für grosse, strategische Projekte. Pufferzeiten nicht vergessen!
Dringend, aber nicht wichtig ➡️ Schnell abarbeiten, z. B. bestimmte eMails, oder delegieren – falls du, wie eingangs erwähnt, einen persönlichen Assistenten beschäftigst.
Weder noch ➡️ Streichen oder ignorieren, z.B. unnötige Meetings, und vielleicht erfordert auch nicht jedes eMail eine Antwort?
Twist: Nutze diese Matrix jede Woche für 10 Minuten, um deine Aufgaben zu sortieren. Das muss nicht perfekt sein.
Bei mir landet z.B. „Social Media checken“ in Kategorie 4, während „Workshop vorbereiten“ in Kategorie 2 wandert. Das spart Zeit und vor allem Nerven, weil ich immer relativ genau weiss, wo ich gerade stehe. Das beruhigt.
Pro-Tipp: Unsicher, wohin eine Aufgabe gehört? Frage dich bei jeder Aufgabe „Was passiert, wenn ich das nicht mache?“ Die Antwort verrät dir, wo sie hingehört.
Die Eisenhower-Matrix ist so einfach, dass man sie sich auch auf einen Bierdeckel zeichnen kann.
Fazit
Zeitmanagement sollte kein Wettkampf sein: Es geht nicht darum, alles zu schaffen, sondern darum, das Richtige zur richtigen Zeit zu schaffen. Und genau das macht diese drei Tricks wertvoll: Sie sind flexibel, realistisch, und nachsichtig. Probier’s gerne mal aus!
Und wenn du diese Woche nur einen Tipp ausprobierst, dann lass es diesen sein: Vergleiche dich nicht mit der perfekten Version von dir selbst. Plane nach Energie, nicht nach Schuldgefühl. Erledige kleine Aufgaben nur, wenn es dir passt. Feier die Tage, an denen das klappt und vergiss die anderen.
Welcher Tipp klingt für dich am umsetzbarsten? Probier’s diese Woche aus und berichte mir gerne, wie es lief. Ein Kommentar oder ein eMail reichen völlig.
Und falls du merkst, dass dein Zeitmanagement oder das deines Teams mehr Struktur braucht: Ich biete Workshops und Coachings an, um deine und eure Arbeitsorganisation und Zeitplanung praktisch und nachhaltig zu verbessern. Vor Ort oder remote. Einfach melden, wir finden eine Lösung, die zu dir passt!
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Triggerwarnung: Dieser Artikel behandelt das Thema Tod und Sterblichkeit. Wenn du dich damit gerade nicht auseinandersetzen möchtest, lies bitte nicht weiter.
Nach dem Tod eines Menschen bleibt unter anderem eine Aufgabe: Die Auflösung des Haushalts. Dann werden Schränke geöffnet, Schubladen geleert, und viele Ordner durchgesehen. Irgendwann, nach Stunden oder Tagen des Sichtens und Sortierens, kristallisiert sich eine Frage heraus. Sie ist nicht besonders philosophisch, sondern ziemlich pragmatisch:
Brennbar oder nicht brennbar?
Diese Frage entscheidet über das Schicksal von Möbeln, Geschirr, Kleidung, Schmuck, Büchern, Papieren, Liebesbriefen und Reisesouvenirs. Sie entscheidet über Containergrössen, Abholtermine, die Anzahl der benötigten Sperrgutvignetten, und die ungefähren Entsorgungskosten. Diese Frage repräsentiert das letzte Ordnungssystem, das auf ein Leben angewendet wird.
Das Bemerkenswerte daran ist nicht die Frage selbst, sondern die radikale Vereinfachung, die sie repräsentiert: Ein ganzes menschliches Dasein mit Beziehungen, Konflikten, Ambitionen, Erfolgen und Misserfolgen wird am Ende auf die Materialeigenschaften reduziert: ➡️ Holz, Papier, Textilien, usw.: ja ➡️ Metall, Glas, Elektronik, etc.: nein
Der ganze Besitz, der zu Lebzeiten Bedeutung trug, vielleicht einen Status ausdrückte oder Sicherheit versprach, verliert mit seinem Besitzer auch seinen Bezug. Was bleibt, sind die reinen Dinge und ihr Wert bemisst sich nicht mehr anhand dessen, was sie einmal bedeuteten, sondern an dem, was sie jetzt kosten – an Zeit, an Platz, und an Entsorgungsgebühren.
Dabei zeigt sich ein Missverhältnis: Manche Gegenstände wurden einst angeschafft, weil sie wichtig erschienen. Andere, weil sie etwas repräsentieren sollten. Wieder andere, weil man sie „vielleicht einmal brauchen könnte“. Am Ende jedoch brauchen diese Dinge eines, nämlich eine Einordnung: Brennbar oder nicht brennbar?
Oft sind es nicht so sehr die materiell wertvollen Dinge, die den Hinterbliebenen diese Entscheidung schwer machen, sondern es sind die Objekte mit unklarem Status: Dinge ohne materiellem Wert, aber mit einer Geschichte. Dinge, deren Bedeutung sich aus den Erinnerungen ergibt, die an ihnen haften. Diese Erinnerungen sind nicht immer übertragbar: Vielleicht behält jemand ein Erinnerungsstück von einen geliebten Menschen, doch damit hat sich die Bedeutung dieses Gegenstandes bereits gewandelt. Das Reisesouvenir von der Hochzeitsreise zum Gardasee zum Beispiel: Für die Mutter war es ein Symbol der Verbundenheit mit ihrem Mann. Für die Tochter wird es zum Erinnerungsstück an die Mutter. Die Bedeutung hat sich also gewandelt, nicht aber das Objekt. Hier liegt also die Erkenntnis:
Bedeutung ist nicht lagerfähig.
Die Fülle an Erfahrungen eines menschlichen Lebens, die Werte, Haltungen, eine bestimme Art zu sprechen, zu handeln, zu agieren und zu reagieren, das alles entzieht sich der Frage nach der Brennbarkeit im Entsorgungsunternehmen. Diese Konzepte verschwinden nicht in Sammelcontainern, sondern existieren – wenn wir grosses Glück haben – in anderen Menschen weiter.
Vielleicht ist das der Kern dieser haushaltsphilosophischen Betrachtung: Materieller Besitz überdauert uns selten in einer sinnstiftenden Art und Weise, und Bedeutung haftet tendenziell schlecht an Gegenständen. Dafür umso besser im Gedächtnis der Menschen, die uns einst liebten.
Vielleicht lohnt es sich daher, die Anwendung des letzten Ordnungssystems nicht so lange aufzuschieben, bis es jemand anderes für uns tun muss. Vielleicht liegt in der Anerkennung dieser Radikalität auch eine Befreiung und die Chance, sich heute schon bewusst zu fragen, was wir loslassen können und was wir weitergeben möchten. Und natürlich nicht zuletzt die Frage: Wie wollen wir bis dahin leben?
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Vergangene Woche haben die Kantone Basel-Stadt und Aargau gemeinsam das Innovationsförderprogramm FoodHealth lanciert. Dieses bikantonale Programm mit dem gut gemeinten Slogan „From soil to gut“ zielt darauf ab, Innovationen im Bereich Agri- und Foodtech zu stärken, und das Innovationsökosystem in der Nordwestschweiz weiterzuentwickeln.
Für die Pilotphase von 2026 bis 2028 stehen insgesamt 2,12 Millionen Franken zur Verfügung. Basel-Stadt trägt 1,7 Millionen Franken bei, der Kanton Aargau 0,42 Millionen Franken. Das Programm soll Projekte fördern, die nachhaltige und innovative Lösungen in der Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie vorantreiben. Dabei setzen die beteiligten Kantone auf drei Handlungsfelder:
Die Handlungsfelder
Erstens soll das Innovationsökosystem gestärkt werden, indem Wissenschaft und Wirtschaft besser vernetzt werden, und bestehende Forschungsprojekte eine Plattform bekommen sollen
Zweitens werden etablierte Unternehmen dabei unterstützt, neue Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln, etwa durch Projekte mit Hochschulen
Drittens erhalten Start-ups Zugang zu Coaching, Investor:innen, und Finanzierung, um ihre Ideen zu skalieren
Während diese Initiative also auf Vernetzung, Technologie und Wirtschaftsförderung setzt, bleiben für mich Punkte offen: Am Lancierungsevent wurde viel von „gesunden Lebens-Mitteln“ und „Zukunftstechnologien“ gesprochen, doch der Begriff „Klimakrise“ fiel genau ein Mal, und das Thema planetare Grenzen blieb unberücksichtigt. Dabei brauchen wir nicht nur effizientere Systeme der Lebensmittelgewinnung und eine neue Wertschätzung von Gesundheit und Ernährung, sondern auch einen radikalen Wandel hin zu regenerativer Landwirtschaft und verbindlichem Biodiversitätsschutz. Zwar wurde dies angesprochen, hatte aber eher den Charakter einer Randnotiz.
Planetare Grenzen
Die planetaren Grenzen (Planetary Boundaries) sind ein wissenschaftliches Konzept, das 2009 von einem internationalen Forscherteam um Johan Rockström entwickelt wurde: Es beschreibt neun kritische Prozesse und Systeme der Erde, die für die Stabilität des Erdsystems und damit für das Überleben der Menschheit entscheidend sind. Überschreiten wir diese Grenzen, riskieren wir irreversible Umweltveränderungen und gefährden die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.
Die neun planetaren Grenzen sind:
Klimaveränderung
Überladung mit neuartigen Stoffen
Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre
Aerosolbelastung der Atmosphäre
Versauerung der Ozeane
Störung der biogeochemischen Kreisläufe
Veränderung in Süsswassersystemen
Veränderung der Landnutzung
Veränderung in der Integrität der Biosphäre
Laut aktuellen Berichten, u. a. vom Stockholm Resilience Centre sind sieben dieser neun Grenzen derzeit überschritten:
Besonders kritisch ist die Situation bei Biodiversität, Klimawandel, und Landwirtschaft:
Das Artensterben schreitet schneller voran als je zuvor in der Geschichte der Menschheit
Die globale Durchschnittstemperatur liegt bereits über 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau mit dramatischen Folgen für Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg, und Ökosysteme
Die industrielle Landwirtschaft ist einer der Haupttreiber für das Überschreiten mehrerer Grenzen, u.a. durch Monokulturen, den Einsatz von Pestiziden, und Überdüngung
Nun fördert die FoodHealth Initiative Innovationen in der Lebensmittelproduktion, setzt aber scheinbar kaum verbindliche ökologische Leitplanken für Klimaneutralität, Biodiversitätsschutz, oder die regenerative Landwirtschaft.
Regenerative Landwirtschaft
Regenerative Landwirtschaft – dazu gehören u.a. Themen wie Humusaufbau, Agroforstwirtschaft, Pestizidverzicht – fördert nicht nur die Biodiversität, sondern bindet auch CO₂ und schont Wasser- und Nährstoffkreisläufe. Sie entlastet also mehrere planetare Grenzen gleichzeitig.
Ohne systemische Anforderungen riskiert selbst die nachhaltigste Foodtech-Innovation, die planetaren Grenzen weiterhin zu überschreiten. Ungünstigstenfalls durch ressourcenintensive Technologien oder die Vernachlässigung von bestehenden Ökosystemen. Ich bin also skeptisch.
Rosarote Brille
Die auf dem Event zitierte „rosige Zukunft“ sehe ich derzeit nicht. Dennoch hoffe ich natürlich, ich werde positiv überrascht: Die Zeit wird es zeigen.
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Das Jahr 2026 ist nun einen Monat alt und fühlt sich bereits schwer an. Alles verlangt aktuell nach einer Reaktion, nach einem Statement, nach einer Haltung. Und ganz trivial müssen eben auch die Rechnungen raus, ein Angebot geschrieben werden, und bei X wollte man sich auch noch dringend melden. Die Wäsche will gemacht werden und der Wasserhahn in der Kaffeeküche tropft auch schon wieder. Und das alles vor dem Hintergrund der Dauerkrisen.
Das Ausruhezeichen setzt sich dem entgegen und möchte, dass wir einen Moment innehalten und stehen bleiben. Und uns vielleicht sogar kurz spüren – hier auf unserem Bürosessel, auf dem Sofa, auf unserem Sitzplatz im Tram.
Folgen wir doch einmal für ein paar Sekunden unserem eigenen Atemrhythmus, statt uns von der Welt den Takt vorgeben zu lassen.
So.
Wenn wir nämlich dauernd unter Spannung stehen, ist das 1. nicht gesund und 2. nicht nachhaltig: Wer nie innehält, verbraucht mehr Ressourcen – physische und psychische – als nachgebildet werden können.
Ausruhen bedeutet auch nicht aufgeben, im Gegenteil. Es bedeutet, verantwortungsvoll mit den eigenen Kräften umzugehen, bevor sie erschöpft sind.
Das Ausruhezeichen erinnert uns daran, dass wir uns ruhig einmal rausnehmen dürfen. Wir müssen nicht immer gleich reagieren.
Wir können uns die Zeit nehmen, einmal tief durchzuatmen.
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Top Ausbildung, solider Lebenslauf, guter Job, kompetitives Gehalt – Was will man mehr? Ja, wenn das so einfach wäre, wären wohl 80% der Beiträge auf LinkedIn hinfällig.
Das klassische Karriereverständnis zelebriert das Olympische Motto „schneller, höher, weiter“, übersetzt als Status, Geld, und Erfolg. Das ist für die persönliche Zufriedenheit nicht unwichtig, aber auch nicht alles. Berufliche Erfüllung hängt nämlich auch stark davon ab, in wie weit wir in unserem Job im Einklang mit unseren Werten agieren (können).
Anders ausgedrückt: Ein noch so gut bezahlter, prestigeträchtiger Job macht uns nicht glücklich, wenn wir gegen unsere eigenen Werte handeln.
Leider passiert das aber sehr oft.
Der Wert von Werten
Unsere Werte – die Dinge, die uns wichtig sind – geben uns Orientierung. Sie bestimmen, wofür wir uns einsetzen und wogegen wir uns sträuben. Wenn in diesem Bereich etwas nicht stimmt, merken wir das manchmal an einem diffusen Bachgefühl. Wird dieses nicht oder zu lange nicht beachtet, macht es sich vielleicht deutlicher bemerkbar.
Wenn Arbeit und Wertvorstellungen auf Dauer nicht zusammenpassen, kann das zu unangenehmen Symptomen führen, z.B. einem Gefühl der Blockade, einer sogenannten „inneren Kündigung„, oder immer diesem blöden Gefühl am Sonntagnachmittag.
Aber selten fragen wir uns, welche Werte uns eigentlich leiten. Das ist schade, steckt doch so viel Wert im Wissen über unsere Werte: Bedeutung und Sinnhaftigkeit im Job sind oft entscheidend für langfristige Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz. Daher macht es Sinn, sich ab und zu darüber Gedanken zu machen.
Kleinere Selbstreflexions-Übung
Vor allem, wenn du das Gefühl hast, festzustecken, dann kann es helfen, einmal ganz bewusst zu reflektieren. Dazu eignen sich Fragen wie:
Warum ist mir meine Arbeit wichtig?
Für welche Aspekte meiner Arbeit setze ich gerne Energie ein?
Welche Aspekte meiner Arbeit kosten mich Energie, die ich lieber anderweitig einsetzen würde?
Wo passe ich mich an, wie tue ich das, und warum?
Wann hatte ich zuletzt das Gefühl: „Ja, das macht für mich Sinn“?
Diese Art von Reflexion, z.b. morgens beim Zähneputzen durchgeführt, kann dir schon einiges an Klarheit ohne Druck verschaffen. Es ist eine erste Hilfe zur Selbsthilfe – denn nur wenn du deinen inneren Kompass kennst, weiss du, in welche Richtung es dich zieht.
Grössere Selbstreflexions-Übung
Wenn du etwas mehr in die Tiefe gehen möchtest, brauchst du ein wenig Zeit und Ruhe: Plane eine gute halbe bis eine Stunde ein. Ausserdem brauchst du einen (ggf. virtuellen) Zettel und einen (ggf. virtuellen) Stift.
Schritt 1: Notiere deine Werte
Werte können z.B. sein: Autonomie, Kreativität, Zusammenarbeit, Verantwortung, Sicherheit, oder Integrität. Drei bis acht Werte sind üblicherweise eine gute Grundlage.
Schritt 2: Sortiere deine Werte nach Wichtigkeit
Ordne deine Werte in eine Hierarchie ein: Was kommt nach oben, was kommt nach unten?
Schritt 3: Der Reality Check
Stelle dir für jeden deiner Werte die Frage: „Wie stark wird diesem Wert in meinem aktuellen Job entsprochen?“ Wenn du möchtest, nutze eine Skala, z.B. von 0 bis 10.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass du hier schon Muster erkennen wirst, und das ist bereits eine wichtige Erkenntnis: Kluge Lebensentscheidungen basieren immer auf bewusster Wahrnehmung, nicht auf einem diffusem Frustgefühl.
Wertebasiertes Jobcoaching
Du kannst mit diesen Reflexionen wunderbar alleine beginnen, aber manchmal braucht es vielleicht jemanden, der die richtigen Fragen stellt, Orientierung in einer unübersichtlichen Situation schafft, und Raum gibt, um Antworten zu finden.
An diesem Punkt setzt wertebasiertes Jobcoaching an und ermöglicht es dir, mit dem in Kontakt zu kommen, was dich bewegt. Wenn du möchtest, begleite ich dich gerne auf dieser Entdeckungsreise:
Unzufriedenheit im Beruf ist kein Zeichen von Versagen, sondern oft ein Hinweis darauf, dass Arbeitsalltag und persönliche Werte auseinander driften. Es ist kein Problem, das klassisch gelöst werden muss, sondern eine Erinnerung daran, deine Werte und dich selbst wieder ernst zu nehmen.
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