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Hintergrund Wissenschaftskommunikation

Die FoodHealth Initiative

Ist „From Soil to Gut“ gut genug?

Vergangene Woche haben die Kantone Basel-Stadt und Aargau gemeinsam das Innovationsförderprogramm FoodHealth lanciert. Dieses bikantonale Programm mit dem gut gemeinten Slogan „From soil to gut“ zielt darauf ab, Innovationen im Bereich Agri- und Foodtech zu stärken, und das Innovationsökosystem in der Nordwestschweiz weiterzuentwickeln.

Das neue Logo der Initiative https://foodhealth.ch/

Für die Pilotphase von 2026 bis 2028 stehen insgesamt 2,12 Millionen Franken zur Verfügung. Basel-Stadt trägt 1,7 Millionen Franken bei, der Kanton Aargau 0,42 Millionen Franken. Das Programm soll Projekte fördern, die nachhaltige und innovative Lösungen in der Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie vorantreiben. Dabei setzen die beteiligten Kantone auf drei Handlungsfelder:

Die Handlungsfelder

  1. Erstens soll das Innovationsökosystem gestärkt werden, indem Wissenschaft und Wirtschaft besser vernetzt werden, und bestehende Forschungsprojekte eine Plattform bekommen sollen
  2. Zweitens werden etablierte Unternehmen dabei unterstützt, neue Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln, etwa durch Projekte mit Hochschulen
  3. Drittens erhalten Start-ups Zugang zu Coaching, Investor:innen, und Finanzierung, um ihre Ideen zu skalieren

Während diese Initiative also auf Vernetzung, Technologie und Wirtschaftsförderung setzt, bleiben für mich Punkte offen:
Am Lancierungsevent wurde viel von „gesunden Lebens-Mitteln“ und „Zukunftstechnologien“ gesprochen, doch der Begriff „Klimakrise“ fiel genau ein Mal, und das Thema planetare Grenzen blieb unberücksichtigt. Dabei brauchen wir nicht nur effizientere Systeme der Lebensmittelgewinnung und eine neue Wertschätzung von Gesundheit und Ernährung, sondern auch einen radikalen Wandel hin zu regenerativer Landwirtschaft und verbindlichem Biodiversitätsschutz. Zwar wurde dies angesprochen, hatte aber eher den Charakter einer Randnotiz.

Planetare Grenzen

Die planetaren Grenzen (Planetary Boundaries) sind ein wissenschaftliches Konzept, das 2009 von einem internationalen Forscherteam um Johan Rockström entwickelt wurde: Es beschreibt neun kritische Prozesse und Systeme der Erde, die für die Stabilität des Erdsystems und damit für das Überleben der Menschheit entscheidend sind. Überschreiten wir diese Grenzen, riskieren wir irreversible Umweltveränderungen und gefährden die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.

Die neun planetaren Grenzen sind:

  1. Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre
  2. Aerosolbelastung der Atmosphäre

Laut aktuellen Berichten, u. a. vom Stockholm Resilience Centre sind sieben dieser neun Grenzen derzeit überschritten:

https://www.pik-potsdam.de/de/produkte/infothek/planetare-grenzen

Besonders kritisch ist die Situation bei Biodiversität, Klimawandel, und Landwirtschaft:

  1. Das Artensterben schreitet schneller voran als je zuvor in der Geschichte der Menschheit
  2. Die globale Durchschnittstemperatur liegt bereits über 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau mit dramatischen Folgen für Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg, und Ökosysteme
  3. Die industrielle Landwirtschaft ist einer der Haupttreiber für das Überschreiten mehrerer Grenzen, u.a. durch Monokulturen, den Einsatz von Pestiziden, und Überdüngung

Nun fördert die FoodHealth Initiative Innovationen in der Lebensmittelproduktion, setzt aber scheinbar kaum verbindliche ökologische Leitplanken für Klimaneutralität, Biodiversitätsschutz, oder die regenerative Landwirtschaft.

Regenerative Landwirtschaft

Regenerative Landwirtschaft – dazu gehören u.a. Themen wie Humusaufbau, Agroforstwirtschaft, Pestizidverzicht – fördert nicht nur die Biodiversität, sondern bindet auch CO₂ und schont Wasser- und Nährstoffkreisläufe. Sie entlastet also mehrere planetare Grenzen gleichzeitig.

Ohne systemische Anforderungen riskiert selbst die nachhaltigste Foodtech-Innovation, die planetaren Grenzen weiterhin zu überschreiten. Ungünstigstenfalls durch ressourcenintensive Technologien oder die Vernachlässigung von bestehenden Ökosystemen. Ich bin also skeptisch.

Rosarote Brille

Die auf dem Event zitierte „rosige Zukunft“ sehe ich derzeit nicht. Dennoch hoffe ich natürlich, ich werde positiv überrascht: Die Zeit wird es zeigen.


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Coaching und Beratung

Warum sind wir eigentlich so unglücklich?

Wir haben doch alles richtig gemacht 🤷🏻‍♀️

Top Ausbildung, solider Lebenslauf, guter Job, kompetitives Gehalt – Was will man mehr? Ja, wenn das so einfach wäre, wären wohl 80% der Beiträge auf LinkedIn hinfällig.

Das klassische Karriereverständnis zelebriert das Olympische Motto „schneller, höher, weiter“, übersetzt als Status, Geld, und Erfolg. Das ist für die persönliche Zufriedenheit nicht unwichtig, aber auch nicht alles. Berufliche Erfüllung hängt nämlich auch stark davon ab, in wie weit wir in unserem Job im Einklang mit unseren Werten agieren (können).

Anders ausgedrückt: Ein noch so gut bezahlter, prestigeträchtiger Job macht uns nicht glücklich, wenn wir gegen unsere eigenen Werte handeln.

Leider passiert das aber sehr oft.

Der Wert von Werten

Unsere Werte – die Dinge, die uns wichtig sind – geben uns Orientierung. Sie bestimmen, wofür wir uns einsetzen und wogegen wir uns sträuben. Wenn in diesem Bereich etwas nicht stimmt, merken wir das manchmal an einem diffusen Bachgefühl. Wird dieses nicht oder zu lange nicht beachtet, macht es sich vielleicht deutlicher bemerkbar.

Wenn Arbeit und Wertvorstellungen auf Dauer nicht zusammenpassen, kann das zu unangenehmen Symptomen führen, z.B. einem Gefühl der Blockade, einer sogenannten „inneren Kündigung„, oder immer diesem blöden Gefühl am Sonntagnachmittag.

Aber selten fragen wir uns, welche Werte uns eigentlich leiten. Das ist schade, steckt doch so viel Wert im Wissen über unsere Werte: Bedeutung und Sinnhaftigkeit im Job sind oft entscheidend für langfristige Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz. Daher macht es Sinn, sich ab und zu darüber Gedanken zu machen.

Kleinere Selbstreflexions-Übung

Vor allem, wenn du das Gefühl hast, festzustecken, dann kann es helfen, einmal ganz bewusst zu reflektieren. Dazu eignen sich Fragen wie:

  • Warum ist mir meine Arbeit wichtig?
  • Für welche Aspekte meiner Arbeit setze ich gerne Energie ein?
  • Welche Aspekte meiner Arbeit kosten mich Energie, die ich lieber anderweitig einsetzen würde?
  • Wo passe ich mich an, wie tue ich das, und warum?
  • Wann hatte ich zuletzt das Gefühl: „Ja, das macht für mich Sinn“?

Diese Art von Reflexion, z.b. morgens beim Zähneputzen durchgeführt, kann dir schon einiges an Klarheit ohne Druck verschaffen. Es ist eine erste Hilfe zur Selbsthilfe – denn nur wenn du deinen inneren Kompass kennst, weiss du, in welche Richtung es dich zieht.

Grössere Selbstreflexions-Übung

Wenn du etwas mehr in die Tiefe gehen möchtest, brauchst du ein wenig Zeit und Ruhe: Plane eine gute halbe bis eine Stunde ein. Ausserdem brauchst du einen (ggf. virtuellen) Zettel und einen (ggf. virtuellen) Stift.

Schritt 1: Notiere deine Werte

Werte können z.B. sein: Autonomie, Kreativität, Zusammenarbeit, Verantwortung, Sicherheit, oder Integrität. Drei bis acht Werte sind üblicherweise eine gute Grundlage.

Schritt 2: Sortiere deine Werte nach Wichtigkeit

Ordne deine Werte in eine Hierarchie ein: Was kommt nach oben, was kommt nach unten?

Schritt 3: Der Reality Check

Stelle dir für jeden deiner Werte die Frage: „Wie stark wird diesem Wert in meinem aktuellen Job entsprochen?“ Wenn du möchtest, nutze eine Skala, z.B. von 0 bis 10.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass du hier schon Muster erkennen wirst, und das ist bereits eine wichtige Erkenntnis: Kluge Lebensentscheidungen basieren immer auf bewusster Wahrnehmung, nicht auf einem diffusem Frustgefühl.

Wertebasiertes Jobcoaching

Du kannst mit diesen Reflexionen wunderbar alleine beginnen, aber manchmal braucht es vielleicht jemanden, der die richtigen Fragen stellt, Orientierung in einer unübersichtlichen Situation schafft, und Raum gibt, um Antworten zu finden.

An diesem Punkt setzt wertebasiertes Jobcoaching an und ermöglicht es dir, mit dem in Kontakt zu kommen, was dich bewegt. Wenn du möchtest, begleite ich dich gerne auf dieser Entdeckungsreise:


Fazit

Unzufriedenheit im Beruf ist kein Zeichen von Versagen, sondern oft ein Hinweis darauf, dass Arbeitsalltag und persönliche Werte auseinander driften. Es ist kein Problem, das klassisch gelöst werden muss, sondern eine Erinnerung daran, deine Werte und dich selbst wieder ernst zu nehmen.


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Coaching und Beratung Hintergrund

9 Levels of Value Systems

Ein Kompass für Veränderung in Teams und Organisationen

Veränderungen sind nicht leicht – besonders, wenn Menschen mit unterschiedlichen Wertesystemen zusammenarbeiten. Während einige zum Beispiel sich bevorzugt an Regeln und Hierarchien halten, streben andere vielleicht nach Innovation und Flexibilität.

Das 9 Levels of Value Systems® Modell hilft dabei, diese Unterschiede zu verstehen und Veränderungsprozesse damit gezielt zu gestalten.

Was sind die 9 Levels?

Das Modell basiert auf der Theorie von Clare W. Graves und beschreibt, wie sich individuelle und organisationale Wertesysteme entwickeln. Jedes Level steht für eine bestimmte Denkweise und Orientierung:

Warum ist dieses Modell für Teams und Unternehmen interessant?

Organisationen bewegen sich oft zwischen den verschiedenen Levels.

Ein klassisch strukturiertes Unternehmen mit starken Hierarchien (blau) kann Schwierigkeiten dabei haben, agile Prinzipien (grün und gelb) zu integrieren. Konflikte entstehen auch, wenn unterschiedliche Wertesysteme aufeinandertreffen – beispielsweise, wenn ein erfolgsorientiertes (orange) Managementteam auf ein partizipatives (grün) Entwicklungsteam trifft.

Die 9 Levels of Value Systems® bieten einen Kompass für Veränderungsprozesse. Sie helfen, Konflikte zu verstehen, kulturelle Transformationen zu gestalten und Teams gezielt zu entwickeln. Gerade in der heutigen, agilen Arbeitswelt ist es entscheidend, unterschiedliche Denkweisen zu erkennen – und Brücken zwischen ihnen zu bauen.


Sie möchten die Dynamik in Ihrem Team besser verstehen und gezielt weiterentwickeln? Mit den 9 Levels of Value Systems analysieren wir, wie Werte und Denkmuster die Zusammenarbeit beeinflussen – und wie Sie sie gezielt nutzen können. Melden Sie sich bei mir, wenn Sie mehr darüber erfahren oder einen Workshop buchen möchten!


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