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Enoughness

Genug-Sein

Das Konzept der „Enoughness“ oder des „Genug-Seins“ ist ein philosophischer und psychologischer Ansatz, der sich mit der Idee befasst, dass wir als Menschen bereits genug sind, so wie wir sind. Dies steht im Kontrast zu unserer leistungsgetriebenen Kultur, in der wir ständig versuchen, mehr zu sein, zu haben, oder zu leisten. Höher, weiter, besser…immer mehr eben.

Im Kern geht es bei Enoughness um Selbstakzeptanz und Selbstwert, und um das Gefühl „Ich bin genug und zwar genau jetzt und genau so wie ich bin.“ Wir müssen nicht immer etwas leisten oder verändern.

Es ist eine direkte Gegenbewegung zum aktuellen Mangeldenken. Unsere heutige Gesellschaft ist geprägt vom Nicht-Genug-Sein: Nicht reich genug, nicht schlau genug, nicht produktiv genug, nicht angepasst genug, nicht erfolgreich genug. Doch wer sich ständig fragt, ob er oder sie genug ist, verzettelt sich. Enoughness ist die bewusste Entscheidung, sich von diesem Narrativ abzugrenzen und schafft die Grundlage für Klarheit und bessere Entscheidungen.

Genügsamkeit im Alltag ist direkt auf Konsum und Lebensstil anwendbar, wenn wir uns die Frage stellen: Wann ist eigentlich genug? Brauche ich das oder lasse ich mich gerade von einer Illusion von Mangel verführen? In einer Welt voller Optionen hilft uns diese Haltung das Wesentliche zu erkennen und aus der Fülle gezielt zu wählen, statt allem, was uns angepriesen wird, hinterherzulaufen.

Mensch und Mangel

Viele Menschen empfinden heutzutage ein diffuses Gefühl des Mangels. Oft verdeckt dieses Gefühl des eigenen Nichtgenügens, welches sich als Mangel tarnt, eine tiefer liegende Geschichte. Diese Geschichte enthält unsere individuellen Erwartungen, Prägungen, Glaubenssätze, die inneren Antreiber und kollektiven Ideale, die uns sagen, wie wir zu sein haben.

Mein Coachingangebot lädt dazu ein, innere Klarheit zu erlangen, statt dich in äusseren Ansprüchen zu verlieren. Enoughness ist dabei nicht der Endpunkt einer Reise, sondern ein Zwischenstopp: Wer sich selbst als genug wahrnimmt, dem fällt es leichter zu unterscheiden zwischen dem wirklich wichtigen Dingen und der Illusion. Im Coaching arbeiten wir nicht daran, dich zu „verbessern“, sondern daran, dich dabei zu unterstützen, wieder in Kontakt zu kommen mit deinem eigenen inneren Mass.

Du möchtest das auch für dich? Lass uns sprechen:

Teamentwicklung

Teams, die permanent in Bewegung sind und nicht innehalten, verlieren leicht den Fokus und den Blick auf das Wesentliche. Genug zu sein als Team und als Organisationseinheit bedeutet nicht, jeglichen Ehrgeiz abzulegen, sondern Raum zu schaffen für Wirksamkeit. Enoughness in Teams ist die Kunst, Leistungen anzuerkennen und sich bewusst für die Richtung zu entscheiden, in die man gemeinsam weitergehen möchte.

Teams müssen nicht perfekt funktionieren, um wirksam zu sein. Sie benötigen aber psychologische Sicherheit, also ein Klima, in dem Menschen offen und ohne Angst sprechen können, wo Fragen erlaubt sind und wo Fehler Lernmomente sein dürfen – und wo niemand das Gefühl hat, sich beweisen zu müssen, um dazuzugehören.

Psychologische Sicherheit schafft Raum für Teamentwicklung. Sie ist die Grundlage dafür, dass sich Menschen zeigen, Verantwortung übernehmen, und Neues wagen. Und sie ist eng verbunden mit der Haltung „wir sind genug“, um gemeinsam zu wachsen.

Ein gutes Werkzeug auf diesem Weg ist die gemeinsame Reflexion: Das Team hält als Ganzes inne und tritt einen Schritt zurück, schaut gemeinsam auf Kommunikation, Zusammenarbeit, Ziele und Ergebnisse. Was funktioniert? Was bremst uns? Was brauchen wir und was brauchen wir nicht?

Wenn ihr diese Fragen in eurem Team weiterdenken möchtet, begleite ich euch gerne dabei:


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Coaching und Beratung Hintergrund

Was ist LEGO® Serious Play® – in 2 Minuten erklärt

In diesem grossartigen Video erklärt David Hillmer, Geschäftsführer bei HelloAgile, die Methode in nur zwei Minuten – natürlich mit LEGO® Serious Play®!

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, kontaktieren Sie mich gerne und unverbindlich:


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Coaching und Beratung Hintergrund Kooperation

Mit dem Vierfarbenland neue Horizonte entdecken

Gemeinsam Neuland erobern

Ich freue mich sehr, dass ich seit Kurzem mit dem neuen Coaching- und Reflexionswerkzeug Vierfarbenland aus der TOOLwerkstatt arbeiten kann, und möchte an dieser Stelle über dieses interessante neue Konzept berichten.

Geographische Grundlagen

Zunächst einmal spielen für mich als neurodivergente Person Haptik und Optik eine wichtige Rolle. Ich nehme Sinneseindrücke intensiv und differenziert wahr – zum Beispiel, wie sich ein Material anfühlt oder wie Farben zusammenspielen. Die hochwertige Haptik der Karten und die stimmige Farbwahl machen das Arbeiten sehr angenehm – tatsächlich nicht nur für mich, sondern auch meine Klient:innen und Kund:innen wissen dies zu schätzen.

Der Heimathafen

Wie kam es zum Vierfarbenland, was war die Motivation für ein Tool, welches auf den ersten Blick wie ein einfaches Kartenspiel aussieht? Das erklärt uns Jochen Sell, einer der TOOLbrothers aus der TOOLwerkstatt wie folgt:

„Vierfarbenland“ ist das Ergebnis eines wunderbaren TOOLcreation-Prozesses mit und für einen Trainerkollegen. Er wollte auf interaktive und lebendige Art und Weise Interesse und Sinn für das Thema Persönlichkeit wecken, und weil es ein paar „(Vor-)Wissende“ in den Gruppen gab, sollte es dennoch spannend, überraschend und maximal aussagekräftig sein. Das haben wir umgesetzt.

Indem wir die Begrifflichkeiten auf den Karten von den Farbcodierungen entkoppelt haben, bleiben die Teilnehmenden maximal intuitiv und unbeeinflusst. Darüber hinaus wollten wir ein TOOL kreieren, das auch erstmal unabhängig von Modellen und möglicher „Farbdenke“ einsetzbar ist, da es doch auch immer wieder Skepsis diesbezüglich gibt – bei Teilnehmenden wie Trainerkolleg:innen – oder schlicht auch einfach nicht die Notwendigkeit so tief einzusteigen. Und bei Interesse, Begeisterung sowie entwickelter Offenheit gibt es dann die Möglichkeit für ein tieferes Eintauchen in die Vielfalt der Persönlichkeiten und entsprechender Modelle.

So der Plan – und wir freuen uns, dass der mit viel positivem Feedback offensichtlich aufgeht.

Terra Incognita

So sorgsam und durchdacht gestaltet, bietet das Vierfarbenland vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Kommunikation, für die Teamentwicklung und Zusammenarbeit, in der Konfliktlösung und bei Veränderungsprozessen, sowie in der Persönlichkeitsentwicklung und Führung.

Was vorher Terra Incognita war – verdeckte Konflikte, unterschwellige Spannungen, unerklärliche Blockaden – wird mit dem Vierfarbenland sichtbar, kartierbar – und dadurch adressierbar.

Auf zu neuen Ufern

Das Vierfarbenland hilft, unterschiedliche Perspektiven, Denkmuster, und Verhaltensweisen besser zu verstehen – sowohl meine eigenen als auch die meiner Klient:innen und Kund:innen. Dieses Wissen ermöglicht es, die eigenen Stärken gezielt einzusetzen und bewusster auf andere Menschen einzugehen – sei es im Team, als Führungskraft, oder in der ganz persönlichen Entwicklung. So lassen sich Konflikte besser einordnen, Veränderungsprozesse gezielt begleiten, und die Kommunikation wertschätzend und effektiv gestalten.

Melden Sie sich gerne bei mir und erfahren Sie unverbindlich, wie wir das Vierfarbenland für Sie, Ihr Team, oder Ihr Unternehmen nutzen können:

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Coaching und Beratung Spezialwissen

Coaching oder Beratung – was passt besser zu mir?

Und warum es hilfreich sein kann, beides zu bekommen.

Wenn wir über Unterstützung nachdenken, taucht gerne die Frage auf:

Brauche ich ein Coaching – oder doch eher eine Beratung?

Diese Begriffe werden im Alltag oft vermischt. Dabei lohnt sich ein genauer Blick, denn Coaching und Beratung unterscheiden sich grundlegend – und können sich zugleich wunderbar ergänzen.

Coaching: Die Lösung liegt in dir

Im Coaching geht es darum, die eigene Perspektive zu erweitern, innere Klarheit zu gewinnen und den nächsten Schritt bewusst zu gestalten.

In meiner Rolle als Coach begleite ich diesen Prozess, stelle Fragen, spiegle Wahrnehmungen – aber ich gebe keine Ratschläge. Stattdessen unterstütze ich meine Coachees dabei, ihre eigenen Antworten zu finden. Denn diese sind die Expert:innen für ihr Leben, ihre Rollen, und ihre Herausforderungen.

Coaching eignet sich besonders dann, wenn…

  • Du deine Werte und Ziele definieren möchtest
  • Du mehr innere Klarheit suchst
  • Du deine Verhaltensmuster reflektieren und dich weiterentwickeln willst
  • Du dich in einer neuen oder komplexen Situation zurechtfinden willst

Beratung: Expertise von aussen

Im Beratungskontext bringe ich mein Fachwissen ein – etwa im Projektmanagement, bei strategischen Fragen, oder in Veränderungsprozessen.

Ich analysiere, strukturiere, und entwickle konkrete Empfehlungen und/oder begleite die Umsetzung. Beratung ist vor allem dann hilfreich, wenn externe Perspektive und Fachimpulse gefragt sind.

Beratung macht Sinn, wenn…

  • Du ein klares Ziel hast, aber dir der Weg dorthin nicht klar ist
  • Du dir strukturelle oder strategische Unterstützung wünschst
  • Du dir erprobte Werkzeuge und neue Ansätze zu nutze machen möchtest
  • Du externe Erfahrung einbinden willst

Und was mache ich?

Sowohl im Coaching als auch in der Beratung habe ich in den vergangenen 10 Jahren fundierte Ausbildungen und Weiterbildungen absolviert.

In meiner Coaching-Ausbildung habe ich systemisches und lösungsorientiertes Arbeiten von Grund auf gelernt – mit einem starken Fokus auf Haltung, Fragetechniken, und der Fähigkeit, Entwicklungsräume zu öffnen und zu gestalten.

Als Beraterin bringe ich zusätzlich mein tiefes Anwendungswissen aus dem klassischen und agilen Projektmanagement ein.

Sowohl im Coaching als auch in meinen Beratungsthemen bilde ich mich kontinuierlich weiter, um methodisch und fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben – sei es im Bereich Führung, Kommunikation, Change Management, oder Agilität im Unternehmen.

Je nach Ziel und Kontext arbeite ich mit verschiedenen methodischen Ansätzen. Hier sind zwei Beispiele:

LEGO® Serious Play® z.B. nutze ich gerne, um komplexe Themen greifbar zu machen, neue Perspektiven sichtbar werden zu lassen, und Teams in einen Dialog zu bringen.

Liberating Structures setze ich z.B. ein, wenn es darum geht, Menschen in den Prozess einzubinden, Denkmuster aufzubrechen, und kreative Lösungen zu entwickeln.

Darüber hinaus verwende ich unterschiedliche Werkzeuge für Coaching, Training, und Beratung – unter anderem aus der TOOLwerkstatt.

Was mir dabei jedoch besonders wichtig ist: Die Methoden sind für mich kein Selbstzweck. Ich wähle sie gezielt und passend zur Situation aus, immer mit dem Blick auf das, was mein Gegenüber weiterbringt.

Das bedeutet:

Ich kann beides – Coaching und Beratung.

In meiner Arbeit gebrauche ich beides je nach Situation: Mal bin ich dein neutraler Sparringspartner, der den Raum für deine Entwicklung aufmacht und mit dir gemeinsam füllt – mal gebe ich fachlichen Input oder stelle Modelle zur Verfügung, wenn sie hilfreich sind.

Mir ist ausserdem wichtig, klar zu kommunizieren, in welcher Rolle ich gerade unterwegs bin. So bleibt der Prozess transparent und du kannst selbst entscheiden, was du gerade brauchst.

Fazit: Du musst dich nicht entscheiden

In der Praxis verschwimmen die Grenzen und das ist völlig in Ordnung. Viel wichtiger ist die Frage:

Wobei brauchst du gerade Unterstützung – und wie kann sie für dich wirksam sein?

Wenn du Lust hast, mehr darüber zu erfahren, wie ein gemeinsamer Prozess aussehen könnte – ich freue mich auf ein unverbindliches Kennenlerngespräch:

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Coaching und Beratung Hintergrund

Liberating Structures

Meetings und Workshops besser machen

Unsere Meetings sind oft nicht effektiv: Einige Personen reden viel, andere hören nur zu (manche nicht einmal das), und am Ende gibt es wenig greifbare Ergebnisse.

Falls Ihnen das bekannt vorkommt, bieten Liberating Structures eine wirkungsvolle Alternative. Sie sind eine Sammlung von Mikrostrukturen, die Meetings, Workshops, und Interaktionen dynamischer, inklusiver, und damit produktiver machen.

Was macht Liberating Structures so besonders? 

Liberating Structures basieren auf einfachen Prinzipien:

  1. Beteiligung aller Mitwirkenden – Jeder in der Gruppe wird aktiv mit einbezogen.
  2. Klare Strukturen und flexible Anwendung – Liberating Structures geben einen Rahmen vor, schränken aber nicht ein.
  3. Ergebnisorientiert – Kreative Lösungen entstehen durch strukturierte Interaktion.
  4. Einfach und skalierbar – Sie funktionieren in kleinen Teams genauso gut wie in grossen Organisationen.

Liberating Structures machen die Zusammenarbeit effektiver, indem sie starren Meeting-Formaten eine einfache, aber kraftvolle Alternative entgegensetzen. Sie fördern echtes Teamwork, Innovationskraft, und das Engagement der Teilnehmenden. 


Mit Liberating Structures biete ich Ihnen Methoden, die die Zusammenarbeit und die Innovation in Ihrem Team auf das nächste Level heben. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie mehr erfahren oder direkt loslegen möchten!