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Kooperation Projektmanagement

Retrospektiven für alle

In agilen Teams ermöglicht uns die regelmässige Retrospektive das gemeinsame Innehalten, Zurückblicken, Lernen, und Besserwerden.

Aber auch nicht-agile Teams profitieren enorm davon, sich die Zeit zu nehmen, um auf der Metaebene über Zusammenarbeit, Kommunikation, und Arbeitsweisen zu sprechen.

Warum dem so ist und wie das geht, erläutere ich in diesem Artikel.

Worum es bei Retrospektiven geht

Retrospektiven sind kein „Team-Feedback-Meeting“, sondern ihr Zweck ist kontinuierliches Lernen. Sie stellen einen geschützter Raum dar, in dem Teams ihr eigenes Arbeiten reflektieren können und daraus konkrete Verbesserungen ableiten.

Im Scrum ist die Retrospektive fest verankert, doch das Prinzip dahinter ist eigentlich universell:

📌 Anhalten – 📌 Hinschauen – 📌 Lernen – 📌 Anpassen

Oder, in drei einfachen Fragen ausgedrückt:

  1. Was lief gut?
  2. Was lief nicht gut?
  3. Was machen wir beim nächsten Mal anders?

Das klingt möglicherweise banal, ist aber enorm wirksam, wenn denn die Haltung stimmt. Und diese schauen wir uns nun genauer an.

Der wahre Wert der Retrospektive liegt im Dialog

Eine gute Retrospektive ist weder ein Sammeln von Fehlern und Pannen, noch ein allgemeines Klagelied. Sie lebt davon, dass Menschen ehrlich und respektvoll miteinander sprechen und gemeinsam reflektieren können.

Das schafft Vertrauen, stärkt die psychologische Sicherheit und lässt Muster sichtbar werden, die im Alltag vielleicht untergehen.

Oft ist das Ergebnis nicht einmal ein neues („yet another“) Tool oder eine Verhaltensregel, sondern ein gemeinsames Verständnis, z.B. ein „Aha, deshalb reiben wir uns!“ Und das ist wertvoll für den Einzelnen, wie für das Team.

Die Retrospektive als Kulturwerkzeug

Der Kern des agilen Arbeiten ist: Nicht noch schneller im Hamsterrad zu rennen, sondern bewusster zu lernen.

Wenn Teams regelmässig retrospektiv arbeiten, entwickeln sie automatisch mehr Eigenverantwortung und eine bessere Anpassungsfähigkeit. Anstatt auf Anweisungen „von oben“ zu warten, suchen sie selbst aktiv nach Lösungen. Das vermag mittel- bis langfristig sogar eine gesamte Unternehmenskultur nachhaltig zu verändern.

Und das Schöne ist, dieses Konzept ist nicht exklusiv für Scrum-Teams!

So geht’s – eine einfache Retrospektive in 30 Minuten

(Ohne Scrum Master, ohne agiles Rahmenwerk)

  1. Nehmt euch Zeit, z.B. 30 Minuten pro Monat
  2. Setzt einen klaren Rahmen, z.B. „Wir wollen gemeinsam schauen, was in unserer Zusammenarbeit gut läuft und was wir vielleicht noch verbessern möchten.“
  3. Startet mit einer kurzen Fragerunde: „Wie geht’s euch in unserem Team, wir fühlt ihr euch gerade mit unserer Zusammenarbeit?“
  4. Blickt gemeinsam zurück und fasst einen Plan:
    • Was lief gut?
    • Was lief nicht so gut?
    • Was möchten wir ausprobieren oder ändern?
  5. Haltet euren Plan schriftlich fest! Erstellt eine kurze, aber konkrete Vereinbarung für die nächste Zeit, z. B. „Wir beginnen Meetings in der kommenden Woche pünktlich und enden auch pünktlich.“
  6. Schliesst eure Retrospektive formell ab durch eine gegenseitige Wertschätzung („Danke für deine Offenheit!“) oder ein kleines Ritual, z.B. eine gemeinsame Kaffeepause.

Also, los geht’s!

Mein kleiner Tipp am Ende

Nicht gleich zu viel wollen – Eine erfolgversprechende Retrospektive erkennt man daran, dass ein möglicherweise kleiner, aber realistisch umzusetzender Schritt folgt, dessen Durchführung und Auswirkung bei der nächsten Retrospektive überprüft werden kann.

Und wenn ihr dann merkt, dass euch diesen Vorgehen weiterbringt und euch als Team gut tut: Einfach regelmässig wiederholen.

Viel Erfolg!


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Coaching und Beratung Kooperation Projektmanagement Training

Projektmanagement für Wissenschaftler:innen

Werbung in eigener Sache: Neuer Workshop ab Herbst!

Workshop Projektmanagement für Naturwissenschaftler

Forschung ist Teamarbeit und erfordert gleichzeitig ein hohes Mass an Selbstdisziplin und Selbstorganisation. Mitarbeiter von Forschungsinstitutionen lernen innerhalb des normalen Studiums jedoch oftmals nicht, wie man Aufgaben richtig priorisiert, oder Projekte sinnvoll strukturiert und zum Ziel bringt.

Da wissenschaftliche Forschung oft komplex, meist langwierig, und ressourcenintensiv mit unklaren Zeitlinien und nicht unerheblichen Risiken behaftet ist, führt dies häufig zu Stress und Misserfolgen.

Solide Projektmanagementgrundkenntnisse wiederum verbessern nicht nur die Erfolgschancen im eigenen Forschungsprojekt, sondern öffnen auch Karrieremöglichkeiten: Was an der Universität z.B. primär ein zusätzlicher Benefit ist, wird von Arbeitgebern in der Industrie zunehmend als Voraussetzung für ein Arbeitsverhältnis gesehen.

Es lohnt sich daher, sich frühzeitig mit den Grundlagen des guten Projektmanagements auseinanderzusetzen. Das erleichtert die tägliche Arbeit durch:

  • Flexiblere Planung und Priorisierung von Aufgaben
  • Strategischeren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen
  • Verbesserte Kommunikation im Team, mit Stakeholdern, und mit externen Partnern
  • Hilfreichere Strukturen zum Antizipieren und Managen von Risiken
  • Mehr Flexibilität im Umgang mit Veränderungen

Kurz gesagt: Wer Projektmanagement beherrscht, bringt Dinge auch besser voran. Ab Herbst 2025 biete ich einen neuen Workshop an, der genau diese Themen behandelt:

Workshopkonzept

Mein Workshop „Project Management 101 for Scientists“ richtet sich primär an Naturwissenschaftler:innen vor und während der Promotion, und darüber hinaus. Ziel des Workshops ist es, die grundlegenden Fähigkeiten zu vermitteln, die Nachwuchsforscher benötigen, um souveräne und kompetente Projektleiter:innen zu werden.

Wir klären in diesem Workshop wichtige Konzepte, Methoden, und Werkzeuge des modernen Projektmanagements, abgestimmt auf die besonderen Anforderungen in der wissenschaftlichen Forschung. Die Teilnehmenden lernen, wie sie ihre Projekte effektiver und effizienter planen, strukturieren, und umsetzen können.

Das erreichen wir mit vielen interaktiven Übungen, Diskussionen, Feedback, Reflexionsrunden in der Gruppe und Peer-Coaching, und vor allem mit viel Freude am Lernen und am Anwenden des Gelernten. So können die Lerninhalte sofort praktisch eingesetzt werden, sowohl in laufenden Projekten als auch in der Planung zukünftiger Vorhaben.

Lernziele

Teilnehmende sollen die Grundlagen des klassischen, agilen, und hybriden Projektmanagements verstehen und Methoden konkret auf ihre wissenschaftliche Arbeit anwenden.

Die Ziele des Workshops im Einzelnen sind:

Modul 1: Grundlagen des Projektmanagements

  • Wichtige Prinzipien des guten Projektmanagements allgemein und im besonderen Kontext der universitären und industriellen Forschung
  • Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Methoden wie z. B. Gantt, Kanban, Project Canvas (z. B. mit Miro), Scrum, Design Thinking, Retrospektiven, etc.
  • Umsetzung des Gelernten in die Praxis: Scoping, WBS, Meilensteine, Stakeholderanalyse, Risikomanagement, etc. im eigenen Projekt

Modul 2: Arbeiten in internationalen, interkulturellen, interdisziplinären Teams

  • Teamrollen, Rollenklarheit, und psychologische Sicherheit als Basis erfolgreicher Projekte
  • Offene Kommunikation und eine positive Fehler- und Feedbackkultur für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team und zwischen Teams

Modul 3: Selbstmanagement und Selbstorganisation

  • Techniken zur Planung und Priorisierung, um Zeit- und Selbstmanagement zu stärken
  • Strategien zum Umgang mit Unsicherheiten und zum Überwinden von Blockaden („getting unstuck“)

Du hast Interesse oder möchtest diesen oder einen ähnlichen Projektmanagementworkshop an deiner Forschungseinrichtung anbieten?
Kontaktiere mich gerne – ich freue mich auf deine Anfrage:


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Kooperation Projektmanagement Spezialwissen

Agiles Projektmanagement mit Scrum: Vorteile für Teams und Unternehmen

In einer zunehmend dynamischen und komplexen Arbeitswelt sind agile Arbeitsmethoden gefragter denn je. Scrum hat sich dabei als eine der beliebtesten agilen Methoden etabliert.

Aber was macht Scrum so erfolgreich, und welche Vorteile bietet agiles Projektmanagement für Teams und Unternehmen? 

Die Vorteile von Scrum auf einen Blick

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

  • Scrum ermöglicht es Teams, schnell auf Veränderungen zu reagieren und Prioritäten anzupassen
  • Durch den iterativen und inkrementellen Ansatz bleiben Teams flexibel und offen für neue Anforderungen

Verbesserte Zusammenarbeit 

  • Das agile Rahmenwerk fördert die offene Kommunikation und den kontinuierlichen Austausch
  • Teammitglieder fühlen sich stärker eingebunden und sind motivierter, da ihre Ideen und Meinungen gehört werden

Mehr Transparenz

  • Fortschritte als auch Hindernisse sind jederzeit sichtbar und nachvollziehbar
  • Stakeholder erhalten regelmässige Updates und erhalten frühzeitig die Gelegenheit für Feedback

Steigerung der Produktivität und verbesserte Qualität

  • Durch die Arbeit mit überschaubareren Inkrementen sinkt das Risiko kostspieliger und zeitraubender Fehler
  • Kontinuierliche Verbesserungsprozesse unterstützen die Qualitätssicherung

Schnellere Wertschöpfung

  • Bereits nach kurzer Zeit entstehen Prototypen und neue Erkenntnisse können gewonnen werden
  • Insgesamt kürzere time-to-market-Zyklen erlauben es Unternehmen, frühzeitig auf Marktveränderungen zu reagieren

Meine Rolle als Projektmanagerin und Scrum Master

Als erfahrene Projektmanagerin und Scrum Master bringe ich nicht nur das Fachwissen, sondern auch die notwendige Praxiserfahrung, um Teams auf ihrem agilen Weg zu begleiten und zu unterstützen.
Ich helfe Teams und Unternehmen, die Vorteile von Scrum optimal zu nutzen – von der Einführung agiler Methoden bis zur nachhaltigen und langfristigen Umsetzung. Dabei lege ich besonderen Wert auf offene Kommunikation, Wertschätzung, Transparenz, und kontinuierliche Verbesserung.

Das Beste aus 2 Welten: Der Vorteil meiner Doppelqualifikation

Ein besonderer Mehrwert meiner Arbeit liegt in meiner fundierten Ausbildung sowohl im agilen als auch im klassischen Projektmanagement. Diese Doppelqualifikation ist insbesondere bei der Umstellung von klassischen auf agile Methoden wertvoll:
Viele Unternehmen, die bislang nach klassischen Methoden gearbeitet haben, stehen vor grossen Herausforderungen, wenn es um die Einführung von agilen Ansätzen wie Scrum geht.
Oft gibt es Vorbehalte und Unsicherheiten, die ich aufgrund meiner eigenen Erfahrung sehr gut nachvollziehen kann. Durch mein Verständnis beider Projektmanagement-Welten kann ich gezielt auf diese Bedenken eingehen und mögliche Schwierigkeiten adressieren. Ich begleite Teams und Führungskräfte auf dem Weg zur Agilität und helfe ihnen dabei, den Transformationsprozess erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.

Fazit

Scrum bietet Teams und Unternehmen zahlreiche Vorteile, zum Beispiel mehr Flexibilität, bessere Zusammenarbeit, und eine gesteigerte Produktivität. Doch eine erfolgreiche Umsetzung agiler Prinzipien erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl, vor allem während der Umstellung von klassisch auf agil.

Mit meiner Unterstützung profitieren Sie von einem für Sie massgeschneiderten Ansatz, der Teams und Unternehmen befähigt, selbstorganisiert, und effizient zu arbeiten.


Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Scrum auch in Ihrem Unternehmen den Unterschied machen kann? Kontaktieren Sie mich gerne – ich freue mich darauf, Sie und Ihr Team auf dem Weg zum agilen Arbeiten zu begleiten!


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Kooperation Kunst Wissenschaftskommunikation

Mit Pinsel und Pinzette

Wissenschaft und Kunst werden oft als Gegensätze verstanden: Rational gegen emotional, die objektive gegen die subjektive Wahrnehmung. Doch in Wahrheit suchen sowohl Wissenschaft als auch Kunst nach Erfahrung und Erkenntnis des Lebens und der Welt, in der wir leben. Die Wissenschaft tut dies durch Messungen und Modellierungen, die Kunst durch Imagination und Deutung. Für mich ist das kein Gegensatz.

Und ich bin der Ansicht, wir brauchen beides. Wir befinden uns 2025 in einer Zeit der komplexen Veränderungen und der globalen Krisen. Wir benötigen einen verständigen Zugang zur unserer Welt, den Kunst und Wissenschaft gemeinsam schaffen können.

Das Grosse im Kleinen

Wenn ich in ein Mikroskop sehe, betrachte ich auch nach mehr als 20 Berufsjahren mit Staunen und Freude die biologischen Prozesse in unseren Zellen. Ich sehe Strukturen, Muster, und Vorgänge, die mich in ihrer Eleganz und Ästhetik immer noch faszinieren. Das Spiel von Formen und Funktionen ist für mich nicht nur Wissenschaft, sondern auch Kunst. In dieser Schnittstelle liegt etwas Magisches.

Als Zellbiologin liebe ich das Werk von Ernst Haeckel. Ich bin überzeugt, dass Kunst und Wissenschaft einander nicht nur berühren, sondern sich gegenseitig inspirieren.

Die Ästhetik des Lebens

Ernst Haeckel war Zoologe, Philosoph, Zeichner, Freidenker, Lehrer…und immer auch ein Grenzgänger. Sein Werk Kunstformen der Natur zeigt mikroskopisch kleine Lebewesen in einer erstaunlichen Kombination aus wissenschaftlicher Präzision und künstlerischem Ausdruck: Das „Kaleidoskop der Artenvielfalt“, filigran gezeichnet und symmetrisch komponiert.

Seine Illustrationen beeinflussten nicht nur die Wissenschaft, sondern auch den Jugendstil. Architekten und Designer wie Antoni Gaudí oder René Binet liessen sich von seinen Formen inspirieren.

Auch für mich sind Haeckels Zeichnungen nach wie vor mehr als wissenschaftliche Abbildungen, sie sind eine Einladung zum Staunen und zur Erkenntnis des Wertes allen Lebens.

Ein grünes Kaninchen

Ein persönlicher Brückenschlag zwischen Kunst und Wissenschaft entstand wohl während meiner Diplomarbeit an der Universität Freiburg im Breisgau. Ich arbeitete damals mit GFP, dem grün fluoreszierenden Protein, das zu dieser Zeit ganz neu in der Forschung war. GFP hat die Zell- und Molekularbiologie revolutioniert, weil es ermöglicht, lebende Zellen und ihre Prozesse in Echtzeit sichtbar zu machen, ohne sie zu beschädigen. Durch das Anheften von GFP an Proteine können wir Forschenden beobachten, wo sich diese in der Zelle befinden und wie sie sich verändern. Das war ein entscheidender Fortschritt für das Verständnis zellulärer Mechanismen und in der Folge für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien.

Gleichzeitig entstanden durch die neue Technologie fotografische Aufnahmen vom Inneren lebender Zellen, die eine ganz neue Ästhetik in der Biologie begründeten. Beispiele dafür finden sich u.a. auf der Seite Deepgreen, einem Projekt, an dem ich auch einst mitwirken durfte.

Ein passendes Symbol für diese neue Sichtweise fand ich daher in Eduardo Kacs “GFP Bunny”: Alba war ein weisses Kaninchen, das unter UV-Licht grün leuchtete. Ein Bild dieses Tieres ziert die zweite Seite meiner Diplomarbeit. Für manche war es ein Skandal, für mich ein logischer Ausdruck dessen, was wissenschaftlich und kulturell zu dieser Zeit geschah: Das Unsichtbare wurde sichtbar gemacht und der Diskurs über Kunst, Wissenschaft, und Ethik geöffnet.

Wissenschaft inspiriert Kunst und Kunst inspiriert Wissenschaft

Alba ist nur eines von vielen Beispielen, in denen sich Kunst sich aus der Wissenschaft entwickelt. Anna Dumitriu zum Beispiel arbeitet mit biodigitalen Installationen. Ihre BioArt bewegt sich zwischen Laborbank und Galerie. Die Bionische Architektur nimmt sich die Natur zum Vorbild: Das Eastgate Centre in Simbabwe etwa basiert auf dem Belüftungsprinzip von Termitenhügeln.

Auch Daten selbst werden zu Kunst: In der Data Art entstehen aus Genomsequenzen, Klimamodellen oder zellulären Prozessen visuelle Werke, die informieren und gleichzeitig berühren.

Andersherum bereichert Kunst die Wissenschaft, inbesondere in der Wissenschaftskommunikation. Visual Storytelling, Infografiken, Kunstinstallationen, oder Performances helfen uns dabei, komplexe Inhalte für alle greifbar zu machen. Sie erzeugen Emotionen, schaffen Verbindung und laden zur Auseinandersetzung mit schwierigen Themen ein.

PlanktonArt: Wissenschaft erleben durch Farbe und Form

Diese Verbindung von Kunst und Wissenschaft lebt auch in meinem Projekt PlanktonArt. In meinen Workshops für Kinder und Erwachsene bringen wir mikroskopisch kleine Lebewesen gross raus. Wir lassen uns von den wundersamen Formen des Planktons inspirieren, gestalten farbenfrohe Hintergründe, und experimentieren mit Linien, Symmetrien, Kontrasten, und der Schönheit des Zufalls.

Die künstlerische Umsetzung wird je nach Alter und Erfahrung der Teilnehmenden mal einfacher, mal herausfordernder, aber immer erfahrbar gestaltet. Ziel ist es nicht nur, das Leben in einem Wassertropfen zu malen, sondern es als Teil unserer Welt wahrzunehmen und zu verstehen. So entsteht aus der wissenschaftlichen Beobachtung der künstlerische Ausdruck und umgekehrt.

Diese Workshops machen Wissenschaft kreativ erfahrbar. Sie sind eine Einladung zum Staunen, zum Lernen, und zum Erkennen: Die Welt ist voller Kunstwerke, wenn wir genau hinsehen. Die Schönheit der Natur ist im Kleinsten erfahrbar.

PlanktonArt: Eine Einladung

Wenn ich in ein Mikroskop schaue, sehe ich nicht nur Zellen, ich sehe Ideen. Und wenn ich Workshops gebe oder selbst male, dann sehe ich wie die Faszination der Wissenschaft erfahrbar wird.

PlanktonArt ist meine Einladung, Wissenschaft auf neue Weise zu erleben – in Farbe, Form, und durch das eigene Tun. Ob als Workshop für Schulen, Museen, Veranstaltungen, oder als Beitrag zur Wissenschaftskommunikation, ich freue mich über Anfragen, Kooperationen, und interessierte Mitreisende in eine Welt zwischen Forschung und Fantasie.

Neugierig geworden? Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten oder einen Workshop für Kinder oder Erwachsene buchen möchten, kontaktieren Sie mich gerne und unverbindlich:


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Kooperation Wissenschaftskommunikation

Dialogorientierte Wissenschaft – Ein Aufruf

In den letzten Jahrzehnten habe ich geforscht, gelernt, gelehrt, und moderiert – und mehrere Expeditionen ins ewige Eis unternommen. Diese Expeditionen gehören zu den grössten Abenteuern meines Lebens, vor allem der Trip in die Antarktis vergangenes Jahr war etwas Besonderes. Meine Reise ans Ende der Welt lässt sich an anderer Stelle nachlesen.

Was mich dabei über die Jahre nicht losgelassen hat ist die Frage: Wie kann Wissenschaft (be-)greifbar, verständlich, und relevant für alle werden – und nicht nur für uns Fachleute?

Deshalb setze ich mich für dialogorientierte Wissenschaftskommunikation ein. Ich halte Vorträge, entwickle interaktive Formate, und bringe Menschen ins Gespräch – über Zellen und Organismen, die Polarregionen der Erde, den menschlichen Ressourcenhunger, das Weltklima, die Umwelt, und unsere Verantwortung.

Aktuell suche ich Partner:innen für Citizen-Science-Projekte, Vortragsformate, oder Mitmach-Events, z. B. an Schulen, in Gemeinden, in Museen, oder Vereinen.

Neugierig? Lust auf einen Austausch? Schreiben Sie mir gerne oder empfehlen Sie mich weiter, wenn Sie jemanden kennen, für den das interessant sein könnte!


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Coaching und Beratung Hintergrund Kooperation

Mit dem Vierfarbenland neue Horizonte entdecken

Gemeinsam Neuland erobern

Ich freue mich sehr, dass ich seit Kurzem mit dem neuen Coaching- und Reflexionswerkzeug Vierfarbenland aus der TOOLwerkstatt arbeiten kann, und möchte an dieser Stelle über dieses interessante neue Konzept berichten.

Geographische Grundlagen

Zunächst einmal spielen für mich als neurodivergente Person Haptik und Optik eine wichtige Rolle. Ich nehme Sinneseindrücke intensiv und differenziert wahr – zum Beispiel, wie sich ein Material anfühlt oder wie Farben zusammenspielen. Die hochwertige Haptik der Karten und die stimmige Farbwahl machen das Arbeiten sehr angenehm – tatsächlich nicht nur für mich, sondern auch meine Klient:innen und Kund:innen wissen dies zu schätzen.

Der Heimathafen

Wie kam es zum Vierfarbenland, was war die Motivation für ein Tool, welches auf den ersten Blick wie ein einfaches Kartenspiel aussieht? Das erklärt uns Jochen Sell, einer der TOOLbrothers aus der TOOLwerkstatt wie folgt:

„Vierfarbenland“ ist das Ergebnis eines wunderbaren TOOLcreation-Prozesses mit und für einen Trainerkollegen. Er wollte auf interaktive und lebendige Art und Weise Interesse und Sinn für das Thema Persönlichkeit wecken, und weil es ein paar „(Vor-)Wissende“ in den Gruppen gab, sollte es dennoch spannend, überraschend und maximal aussagekräftig sein. Das haben wir umgesetzt.

Indem wir die Begrifflichkeiten auf den Karten von den Farbcodierungen entkoppelt haben, bleiben die Teilnehmenden maximal intuitiv und unbeeinflusst. Darüber hinaus wollten wir ein TOOL kreieren, das auch erstmal unabhängig von Modellen und möglicher „Farbdenke“ einsetzbar ist, da es doch auch immer wieder Skepsis diesbezüglich gibt – bei Teilnehmenden wie Trainerkolleg:innen – oder schlicht auch einfach nicht die Notwendigkeit so tief einzusteigen. Und bei Interesse, Begeisterung sowie entwickelter Offenheit gibt es dann die Möglichkeit für ein tieferes Eintauchen in die Vielfalt der Persönlichkeiten und entsprechender Modelle.

So der Plan – und wir freuen uns, dass der mit viel positivem Feedback offensichtlich aufgeht.

Terra Incognita

So sorgsam und durchdacht gestaltet, bietet das Vierfarbenland vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Kommunikation, für die Teamentwicklung und Zusammenarbeit, in der Konfliktlösung und bei Veränderungsprozessen, sowie in der Persönlichkeitsentwicklung und Führung.

Was vorher Terra Incognita war – verdeckte Konflikte, unterschwellige Spannungen, unerklärliche Blockaden – wird mit dem Vierfarbenland sichtbar, kartierbar – und dadurch adressierbar.

Auf zu neuen Ufern

Das Vierfarbenland hilft, unterschiedliche Perspektiven, Denkmuster, und Verhaltensweisen besser zu verstehen – sowohl meine eigenen als auch die meiner Klient:innen und Kund:innen. Dieses Wissen ermöglicht es, die eigenen Stärken gezielt einzusetzen und bewusster auf andere Menschen einzugehen – sei es im Team, als Führungskraft, oder in der ganz persönlichen Entwicklung. So lassen sich Konflikte besser einordnen, Veränderungsprozesse gezielt begleiten, und die Kommunikation wertschätzend und effektiv gestalten.

Melden Sie sich gerne bei mir und erfahren Sie unverbindlich, wie wir das Vierfarbenland für Sie, Ihr Team, oder Ihr Unternehmen nutzen können: