Das Jahr 2026 ist nun einen Monat alt und fühlt sich bereits schwer an. Alles verlangt aktuell nach einer Reaktion, nach einem Statement, nach einer Haltung. Und ganz trivial müssen eben auch die Rechnungen raus, ein Angebot geschrieben werden, und bei X wollte man sich auch noch dringend melden. Die Wäsche will gemacht werden und der Wasserhahn in der Kaffeeküche tropft auch schon wieder. Und das alles vor dem Hintergrund der Dauerkrisen.

Das Ausruhezeichen setzt sich dem entgegen und möchte, dass wir einen Moment innehalten und stehen bleiben. Und uns vielleicht sogar kurz spüren – hier auf unserem Bürosessel, auf dem Sofa, auf unserem Sitzplatz im Tram.
Folgen wir doch einmal für ein paar Sekunden unserem eigenen Atemrhythmus, statt uns von der Welt den Takt vorgeben zu lassen.
So.
Wenn wir nämlich dauernd unter Spannung stehen, ist das 1. nicht gesund und 2. nicht nachhaltig: Wer nie innehält, verbraucht mehr Ressourcen – physische und psychische – als nachgebildet werden können.
Ausruhen bedeutet auch nicht aufgeben, im Gegenteil. Es bedeutet, verantwortungsvoll mit den eigenen Kräften umzugehen, bevor sie erschöpft sind.
Das Ausruhezeichen erinnert uns daran, dass wir uns ruhig einmal rausnehmen dürfen. Wir müssen nicht immer gleich reagieren.
Wir können uns die Zeit nehmen, einmal tief durchzuatmen.
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